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Zufriedenstellendes Jahresergebnis im zweiten Pandemiejahr

Die Corona-Pandemie hat den Geschäftsverlauf im Spital Männedorf wiederum stark belastet und das Spital und die Mitarbeitenden gefordert.

Insgesamt wurden 2021 63’461 Patientinnen und Patienten behandelt, so viele wie noch nie in der Geschichte des Spitals. Einen weiteren Rekord gab es bei den Geburten: Im letzten Jahr kamen 590 Kinder in Männedorf zur Welt.

Mehr Umsatz – und höherer Materialaufwand

Das Spital Männedorf blickt trotz der grossen Belastung aufgrund der Pandemie auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021 zurück. Sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich verzeichnete das Spital ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Fallschwere (CMI) betrug 0,963 und lag damit 0,7% über dem Vorjahr. Durchschnittlich waren 85,7% der Spitalbetten belegt. Diese Entwicklung führte zu einem Umsatz von 145,6 Millionen Franken, was einem Umsatzplus von 7,1% entspricht.

Auf der Aufwandseite fiel vor allem der höhere Materialaufwand ins Gewicht, welcher zu einem grossen Teil auf die Pandemie zurückzuführen ist. Zum einen sind bei vielen Produkten die Preise stark angestiegen, andererseits wurde deutlich mehr Einwegmaterial eingesetzt, und die verschärften Hygienemassnahmen trugen ebenfalls zu einem höheren Aufwand bei.

Erfolgreicher Parallelbetrieb

Das Jahr 2021 startete auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle. Im Januar mussten Operationen verschoben und Abteilungen geschlossen werden, damit das Spital genügend Ressourcen für die Behandlung der Covid-Patientinnen und -Patienten hatte. Erst im Juni konnte der Spitalbetrieb wieder «normal», sprich ohne reduzierte Kapazitäten, erfolgen.

Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis zufriedenstellend und zeigt, dass dem Spital Männedorf der Spagat zwischen der Bewältigung der Pandemie und dem Aufrechterhalten des Spitalbetriebs gelungen ist. Dazu beigetragen haben insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem grossen Engagement. Deshalb hat der Verwaltungsrat entschieden, den Mitarbeitenden eine Prämie auszuzahlen und einen zusätzlichen freien Tag zu schenken.

Impfzentrum zum Zweiten

Parallel zum Spitalbetrieb wurde in Meilen zweimal innert kürzester Zeit ein Impfzentrum aufgebaut und betrieben. Anfang 2021 erarbeitete das Spital Männedorf innert Wochenfrist ein Konzept für den Betrieb eines Impfzentrums, mit welchem die Gesundheitsdirektion für den Betrieb eines regionalen Impfzentrums überzeugt werden konnte. Nach nur wenigen Wochen Vorbereitung wurde es Anfang April eröffnet. Dies war nur möglich dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Aktionärsgemeinden, insbesondere der Gemeinde Meilen, welche die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und die Infrastruktur verantwortete. Im Dezember wurde das Pop up-Impfzentrum nochmals und in noch kürzerer Zeit wiederaufgebaut. Insgesamt wurden in Meilen knapp 70’000 Impfungen verabreicht.

Weiterentwicklung des Angebots und Vertiefung der Kooperation

Im Herbst erfolgte am Spital Männedorf ein Chefarztwechsel in der Klinik für Gynäkologie & Geburtshilfe. PD Dr. med. Ralf Joukhadar trat die Nachfolge von Dr. med. Margaret Hüsler an, welche im Sommer ans Kantonsspital Frauenfeld gewechselt hatte. Ralf Joukhadar ist ein renommierter Experte im Gebiet der operativen Gynäkologie und leitete vor seinem Stellenantritt in Männedorf als stellvertretender Klinikdirektor die Roboter-Chirurgie am Universitätsklinikum in Würzburg. Am 15. Dezember 2021 führte er mit seinem Team die erste robotergestützte Operation in Männedorf durch.

Im vergangenen Jahr wurde auch die Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich (USZ) weiter vertieft. Seit Anfang 2021 bietet Dr. med. Andrea Babians Brunner, Kaderärztin der Klinik für Endokrinologie am USZ, endokrinologische Sprechstunden am Spital Männedorf an. Die Nachfrage ist sehr gross, weshalb Ende Jahr bereits eine zweite Ärztin ihre Tätigkeit am Spital aufnahm. Ausgebaut wurde auch das Angebot im Bereich der Angiologie. Seit Sommer 2021 verfügt das Spital Männedorf mit Dr. med. Robert Clemens wieder über einen hauseigenen Angiologen. Er arbeitet eng mit Prof. Dr. med. Thomas Pfammatter vom Universitätsspital Zürich zusammen.

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