Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen
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Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Ungebetene Gäste aus dem Pflanzenreich

Die invasiven Neophyten bleiben uns auf den Fersen – wie von Zauberhand ausgesät, breiten sich die gebietsfremden Arten aus.

In der Gemeinde Meilen wird mit gängigen Methoden wie Jäten, Ausgraben und Mähen gegen diese Problempflanzen vorgegangen. Eine konstante Eindämmung über die nächsten Jahre ist wichtig, um die vorhanden Bestände zu verkleinern und nicht betroffene Flächen freizuhalten. Der Schutz der heimischen Artenvielfalt erfordert ein koordiniertes Vorgehen von Privaten und der öffentlichen Hand. Machen Sie mit und entfernen auch Sie die invasiven Neophyten auf Ihrem Grundstück!

Die Gemeinde Meilen geht das Thema der invasiven Neophyten seit rund zehn Jahren aktiv an. Der Neophytendruck soll auch in diesem Jahr auf dem gesamten Gemeindegebiet verringert werden, um weitere Schäden zu verringern. Diese gebietsfremden Pflanzen werden idealerweise auf einem tiefen Niveau gehalten, damit sie im Rahmen des regulären Unterhalts – durch den Unterhaltsdienst der Gemeinde Meilen und durch Hauswarte auf Gemeindegrundstücken, im Landwirtschaftsland durch Landwirte – bekämpft werden können.

Im Jahr 2021 kartierte der Verein Konkret aus Nänikon auf unserem Gemeindegebiet die Neophyten ausserhalb des Siedlungsraumes, an Verkehrswegen, im Wald und auf Landwirtschaftsflächen sowie vereinzelt an Fliessgewässern: Gefunden wurden rund 700 Standorte. Stark verbreitet hat sich das Einjährige Berufkraut, die Armenische Brombeere und die Nordamerikanische Goldrute. Sämtliche Standorte werden auf dem Web-GIS (www.maps.zh.ch) auch für die Bevölkerung ersichtlich sein.

Neophytenstrategie setzt Prioritäten

Gemäss Neophytenstrategie der Gemeinde Meilen liegen die Prioritäten in den nächsten vier Jahren bei den bekämpfungspflichtigen Arten (Riesenbärenklau, Schmalblättriges Greiskraut und Ambrosia), in Freihalte- und Potentialgebieten (nördliche Gebiete am Pfannenstiel, welche noch kaum befallen sind) und bei stark invasiven Fokusarten, welche grosse Schäden verursachen (z.B. Japanischer Knöterich und Henrys Geissblatt).

Die Neophyten im Siedlungsraum wurden bis auf wenige augenfällige Standorte auf Privatgrundstücken nicht kartiert. Deshalb ist die Gemeinde auch auf die Mithilfe der Einwohner angewiesen. Im Falt-Flyer, der dieser Ausgabe des Meilener Anzeigers beigelegt ist, sind die häufigsten invasiven Neophyten beschrieben, und es wird erklärt, welche Pflanzen sich für den eigenen Garten eignen.

Gemeinsames Vorgehen ist sinnvoll

Eine völlige Entfernung der Neophyten aus den natürlichen Lebensräumen ist aufgrund ihrer Verbreitungsmechanismen kaum mehr möglich. Eine Eindämmung ist aber wichtig und richtig. Ohne Bekämpfung wird mit einer Verdoppelung der Bestände alle 10 bis 15 Jahre gerechnet. Das Naturnetz Pfannenstil (NNP) hat darum vor drei Jahren mit dem Flyer die regionale Neophytenkampagne ins Leben gerufen. Auch die anderen elf NNP-Gemeinden Egg, Erlenbach, Herrliberg, Hombrechtikon, Küsnacht, Männedorf, Oetwil am See, Stäfa, Uetikon am See, Zollikon und Zumikon sind mit von der Partie und sorgen dafür, dass sich die Neophyten im Bezirk Meilen nicht unnötig ausbreiten. Auch auf Ihre Unterstützung sind wir in dieser Thematik angewiesen. Herzlichen Dank im Voraus!

So können Sie helfen:

Gartentipps

– Pflanzen Sie anstelle von Neophyten einheimische Pflanzen.

– Lassen Sie die invasiven Neophyten in Ihrem Garten nicht versamen.

– Entsorgen Sie Samenstände und sich vermehrende Pflanzenteile im Kehricht, keine Kompostierung.

– Bei Fragen und Unklarheiten zu invasiven Neophyten in Ihrem Garten: tiefbau@meilen.ch oder Telefon 044 925 93 17.

Citizen Science (Bürgerforschung):

Melden auch Sie Bestände!

Melden Sie der Gemeindeverwaltung Standorte mit invasiven Neophyten: tiefbau@meilen.ch oder Telefon 044 925 93 17.

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