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Polizei Region Meilen mit Patrouille auf vier Hufen

Im Jahr 2005 löste die Stadtpolizei Zürich ihre 1908 gegründete Reitergruppe auf. Die berittenen Patrouillen waren vor allem in den Parkanlagen entlang des Sees zu sehen.

Traditionell führte die polizeiliche Reiterstaffel jeweils auch den Sechseläuten-Umzug an. Viele Leute trauerten lange den berittenen Polizistinnen und Polizisten nach, welche insbesondere auch für Touristen immer einen Blickfang bildeten und ein Erinnerungsfoto wert waren.

Polizistin mit eigenem Pferd

Mit der anfangs Jahr bei der Polizei Region Meilen, also dem gemeinsamen Polizeikorps der Gemeinden Meilen, Herrliberg, Erlenbach und Männedorf arbeitenden Franziska Rettenhaber verfügt das Korps über eine Polizistin mit langjähriger Reiterfahrung. Sie war damals Angehörige der Reitergruppe der Stapo Zürich und besitzt ein eigenes Pferd. Vor diesem Hintergrund kam dann auch schnell die Idee auf, Polizeiwachtmeisterin Rettenhaber mit ihrem Nivaldo in den Sommermonaten auf Reiterpatrouille zu schicken.

Das berittene Polizeiteam wird jeweils bei schönem Wetter zwischen 13.45 und 17 Uhr insbesondere in den Parkanlagen, im landwirtschaftlichen Gebiet oder in Wäldern, dann und wann aber auch im Dorfzentrum unterwegs sein und für Sicherheit sorgen. Die Polizeireiterin leistet während dieser Zeit ihren normalen Polizeidienst und hat die gleichen Aufgaben, wie wenn sie sonst auf Patrouille ist.

Gut ausgebildetes Team

Polizeiwachtmeisterin Rettenhaber verfügt über langjährige Polizeierfahrung sowie über das Reitbrevet des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVSP). Sie trainiert mit Nivaldo regelmässig auch ungewöhnliche Situationen wie beispielsweise die Verfolgung von flüchtigen Personen oder die Suche nach vermissten Personen im Wald oder in unwegsamen Gelände.

Das Polizeipferd Nivaldo ist sehr gutmütig und daran gewöhnt, Menschen um sich zu haben. Bevor es dann auf den Patrouillenritt geht, muss die Polizeireiterin aber noch ein paar Dinge erledigen. Die erste Station ist die Sattelkammer. Dort wird der Sattel für den Einsatz bereitgemacht. Anschliessend wird Nivaldo gestriegelt, damit er als «Polizeimitarbeiter» auch ein gutes Bild macht. Bei der Bereitstellung soll jedoch keine Hektik aufkommen, denn Pferde spüren sofort, wenn der Reiter nervös oder gehetzt ist und werden dadurch selber auch nervös.

Polizeistall

Um das Polizeipferd Nivaldo immer einsatzbereit in der Nähe zu haben, ist geplant, im Neubauprojekt «Stelzen» der Gewomag, welches unmittelbar gegenüber dem Polizeiposten realisiert wird, eine Pferdebox mit angrenzender Sattelkammer einzubauen.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die polizeiliche Reiterpatrouille bei der Bevölkerung gut ankommt und sich für die Polizei imagefördernd auswirkt – auch wenn einmal eine Parkbusse vom Pferderücken aus unter den Scheibenwischer geklemmt wird.

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