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Meilen stellt vor: Ferruccio Togni

Wer sorgt dafür, dass in Meilen alles rund läuft? Wir porträtieren Menschen, die im Dorf wirken.

Ob auch in den nächsten Jahren die öffentlichen Meilemer Christbäume bis zur Spitze in 15 Metern Höhe wieder so dicht und gleichmässig mit elektrischen Kerzen bestückt werden, wie wir es uns Jahr für Jahr gewohnt sind? Das ist noch gar keine ausgemachte Sache. Im kommenden Dezember wird es sicher nochmals so sein, denn Ferruccio Togni lässt sich erst Ende Februar 2023 frühpensionieren. Er ist mit einem Team jeweils für die Beleuchtung in der Adventszeit zuständig. Natürlich wird der pflichtbewusste Monteur bei der iNFRA (Infrastruktur Zürichsee AG, ehemals EWM AG) seinen Nachfolger sorgfältig anlernen.

Nach seiner Pensionierung kehrt Ferrucio Togni in sein Heimatland Italien zurück. So glücklich er in der Schweiz auch ist, er verbringt regelmässig Zeit in Lovero in der Nähe von Tirano, wo er aufgewachsen ist und wo heute seine zweite Frau wohnt: «Seit 38 Jahren immer hin und her», sagt Ferruccio Togni lachend. Im Winter kann die Reise schon einmal sieben Stunden dauern.

«Regelmässig fahre ich von Meilen nach Italien.»

In die Schweiz kam Ferruccio Togni am 26. Januar 1984. Zuerst arbeitete er in Einsiedeln als Mann für alle Fälle im Hotel Drei Könige, dann bei Ernst AG in Küsnacht als Lagerist und in der Spedition. Bei der iNFRA ist er seit 2001 tätig, also inzwischen seit mehr als 20 Jahren. Der gelernte Elektrotechniker – er hat sich auch immer weitergebildet – ist als Monteur und Mitarbeiter des Unterhaltsteams nicht nur für die Weihnachtsbeleuchtung zuständig, sondern auch für die rund 3000 Kandelaber, 570 Verteilkabinen und 75 Trafostationen, die sich in Meilen und Uetikon a.S. befinden. Zurzeit werden die Leuchtmittel ausgewechselt, denn überall wird auf LED umgestellt: «In Zukunft sollen beide Gemeinden komplett mit LED beleuchtet sein.» Togni kümmert sich auch darum, wenn Anwohner bei der Gemeinde anrufen und klagen, die neu bestückte Laterne leuchte nun zu stark in die Stube. Dann bringt Togni eine Blende an.

«In fünf Jahren ist Meilen komplett mit LED beleuchtet.»

Bei den Verteilkabinen, welche den Strom in die Haushalte bringen, sind wichtige Kontroll- und Unterhaltsarbeiten zu erledigen. «Brutal sind die Graffiti», seufzt Ferruccio Togni. Diese übermalt er, und er verbirgt nicht, dass ihm diese Arbeit weniger Befriedigung bereitet: «Eine Verschwendung von Steuergeldern!»

Dank seiner Arbeit kennt er nicht nur jede Strassenlaterne, sondern auch jede Strasse in Meilen und Uetikon. Und man kennt ihn, denn er ist er Mann, der auf der Hebebühne steht. Diese kommt in mehr als der Hälfte der Fälle zum Einsatz und natürlich auch für die Weihnachtsdeko: Das ist Vorschrift, sobald das Leuchtmittel höher hängt als drei Meter.

Weniger bekannt ist Ferruccio Tognis Einsatz in aller Herrgottsfrühe. Ab halb fünf ist er an sechs Tagen pro Woche unterwegs als Zeitungsverträger in Herrliberg. Anderthalb Stunden sind das, bei jedem Wetter, noch vor der Arbeit bei der iNFRA. Früher deckte er zusätzlich die Sonntagszustellung ab, «das wurde jetzt aber ‘es bitz’ viel».

In seiner Freizeit wandert Ferruccio Togni gerne. Besonders freut er sich auf den Sommer, denn seine Frau besitzt in den Bergen ein kleines Haus. Dort verbringt die Familie samt Hund Lalla immer wieder schöne Stunden.

Steckbrief

Ferruccio Togni, verheiratet, 59, 2 Mädchen, 31 und 22 Jahre alt

Tätigkeit Monteur, Unterhalt Strom bei der iNFRA, Infrastruktur Zürichsee AG

Wohnort Stäfa

Hobbys Wandern, Tiere (besonders Hund Lalla und die drei Katzen)

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