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Goldinger Wasser aus Goldinger Brunnen

Seit mehr als zwei Jahren steht am Zwetschgenweg beim Unot ein neuer Brunnen. Eine offizielle Einweihung gab es noch nicht – diese holte der Verkehrsverein Meilen nun mit einem Apéro für seine Mitglieder nach.

Initiiert wurde der Brunnen, er befindet sich direkt unterhalb des Wasserreservoirs Unot auf dem Aussichtsplatz neben einem Bänkli, von iNFRA-Brunnenmeister René Bixa. Als er mit seiner Idee an die Gemeinde herantrat, teilte man ihm mit, dass das Land, auf dem der Brunnen zu stehen kommen soll, nicht der Gemeinde gehöre, sondern dem Verkehrsverein Meilen (VVM). VVM-Präsidentin Christine Wiesmann war von der Idee und dem Projekt sofort begeistert, sollte der Brunnen doch ans Reservoir Unot erinnern, das bis 2019 in Betrieb war und eine ganz besondere Geschichte hat.

Wassermangel führte zu Meisterleistung

Ins Wasserreservoir Unot wurde von 1912 bis 2019, also über 100 Jahre lang, Goldinger Quellwasser eingespiesen und anschliessend in Meilen verteilt. Seit 2019 wird das Wasser ins Reservoir Hohenegg geleitet, das sich in unmittelbarer Nähe befindet. In der Chronik der Wasserversorgung Goldingen-Meilen steht zum Goldinger Wasser folgendes: «Obwohl die Gemeinden Hombrechtikon, Stäfa, Männedorf, Uetikon und Meilen am Zürichsee liegen, litten sie um die Wende des 20. Jahrhundert oft an Trinkwassermangel Das Wasser aus dem Zürichsee war damals zum Trinken noch nicht nutzbar. Mit der Erschliessung zweier Quellen im Goldingertal und dem Bau einer Wasserleitung in die Seegemeinden löste man das Problem. Der Leitungsbau durch ein höchst anspruchsvolles Gelände war ein Meisterstück der Ingenieurskunst.» Ein Meisterstück, das nun mit dem Brunnen gewürdigt wurde.

Es war der im letzten Juli verstorbene Meilemer Albino Behrens, der sich eingehend mit dem Goldinger Quellwasser und der Wasserversorgung Goldingen-Meilen auseinandergesetzt hat. Das Ergebnis seiner Recherchen hat er in der bebilderten Schrift «Vom Goldinger Quellwasser» festgehalten, die bei der iNFRA zu kaufen ist. Behrens war es auch, der die Informationstafel beim Brunnen gestaltet und beigesteuert hat.

Goldinger Findling

Nicht nur das Wasser, auch der Brunnen selber kommt aus dem Goldingertal, wie René Bixa erzählt. Ein Findling aus Goldingen wurde bearbeitet und geschliffen, verschönert jetzt als einer von 29 Brunnen auf Gemeindegebiet den Aussichtsplatz und verhilft Joggern und Spaziergängern zu einem erfrischenden Schluck unterwegs. Angestossen wurde beim Apéro aber dennoch mit Meilemer Federweisser.

Während das Land, auf dem der Brunnen steht, dem VVM gehört, ist für die Wartung die Gemeinde Meilen zuständig. Natürlich läuft aus dem Wasserhahn nur reines Goldinger Quellwasser.

www.goldingen-meilen.ch

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