Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Zum Hinschied von Werner Eggenberger

Am 4. März 2017 ist Werner Eggenberger verstorben. Eggi, wie er von vielen in der Gemeindeverwaltung freundschaftlich genannt wurde, deckte während seiner Dienstzeit von 1965 bis 2005 ein breites Spektrum der Verwaltungsarbeit ab.

Das Einwohnerkontrollwesen, das Abfallwesen, die Bäder, den Friedhof, und hauptsächlich – das heisst 30 Jahre lang – die Leitung des damaligen Meilemer Zivilstandsamts, also das Zivilstandswesen waren seine Domäne. Zuletzt stand er als Leiter der neu gebildeten Gruppe Bevölkerungswesen nebst dem Zivilstandsamt auch der Einwohnerkontrolle und den Sozialversicherungen vor. 

Etliche Kommissionen konnten seine kompetente Unterstützung als Sekretär erfahren, so die Gesundheitsbehörde, die Hallenbadkommission, die Fürsorgekommission, die Bibliothekskommission und die Zürcher Planungsgruppe Pfannenstiel (ZPP). Längere Zeit amtete er auch als Chilbi-Chef.

Werner Eggenberger war nicht nur Spezialist in verschiedenen Fachgebieten, er kannte und beherrschte auch die Zusammenhänge in einer sich zunehmend spezialisierenden Verwaltungswelt. Manch Kollege, Vorgesetzter oder Behördenmitglied kam dank seines Ratschlags auf die richtige Fährte. Unvergesslich sind sein strahlendes Gesicht und sein spitzbübischer Schalk, die einem unverbrüchlichen Optimismus entsprangen. Es schien, als ob vierzig Jahre Arbeit mit Papier und Paragraphen seiner inneren Lebendigkeit nichts anhaben konnten. Eindrucksvoll waren aber auch seine mitfühlende Aufmerksamkeit und sein solider Realitätssinn, wenn es in unzähligen Bestattungsgesprächen todernst zur Sache ging. Dann gingen seine Ruhe, sein grosser Sachverstand und seine Souveränität auf die Gesprächspartnerinnen und -partner über. Undogmatische Lösungen zu finden lag ihm näher als beamtenhafte Prinzipienreiterei. Nicht wenige brenzlige Situationen konnten sich dank seines feingeschliffenen diplomatischen Geschicks rasch entschärfen. 

Seine schwere Krankheit hat ihn viel zu früh aus dem Leben gerissen. Er ging, nicht ohne anfänglichen düsteren ärztlichen Prognosen bezüglich seiner Lebenserwartung mit seinem Lebensmut mehrmals ein Schnippchen zu schlagen. 

Gemeinderat und Verwaltungsmitarbeitende trauern um einen eindrücklichen Menschen und ein berufliches Vorbild. Seinen Angehörigen, insbesondere seiner Frau Vreni, wünschen wir Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit.

xeiro ag