Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Wer erhält einen Mehrwert?

Das Bebauen der «Weid» in Meilen beschäftigt mich. Und dies nicht nur als (Familien-)Gärtner und Anwohner. Es stellen sich mir mehrere Fragen. So etwa: Warum am Siedlungsrand? Das Alterszentrum Platten ist mässig zentral platziert. Die Alterssiedlung Dollikon, unweit vom geplanten Burkwil entfernt, befindet sich ebenfalls weg vom Dorfkern. Das Zentrum erreichen die Bewohner dann mit Auto oder Bus. Wäre zentrumsnah nicht attraktiver?

Könnte so nicht viel zu Fuss erledigt werden: Einkauf, Arztbesuch, Marktbesuch, Freizeitaktivitäten etc.? Wieso wird Wohnraum für die älteren Generationen nicht dort platziert, wo stets etwas läuft, damit sie im Sozialgesellschaftlichen Umfeld eingebunden sind?

Eine weitere Frage betrifft das Dorfzentrum. Ein attraktives, belebtes Dorfzentrum scheint wichtig zu sein. Nun ist vorgesehen, am Dorfrand eine Siedlung mit dörflichem Charakter bauen zu lassen. Könnte da nicht zuerst der zentrale Raum sinnvoller genutzt werden? Ein Konzept ähnlich St. Jakob Park (Basel) mit weiteren Alterswohnungen, Kulturräumen, Turnhallen– das würde für Leben im Zentrum sorgen! Sollten nicht zuerst gemeindeeigene renovationsbedürftige Gebäude sinnvoll ausgenutzt werden, bevor weiteres Kulturland bebaut wird?

Und ausserdem: Schrebergärten sind generationenübergreifende und Kulturen verbindende Frischluft-Fitnesscenter. Nun soll der Obermeilemer Garten umgesiedelt werden – wohin, ist noch offen. Auch an einem anderen Standort werden Rüebli, Salat und Gurken wachsen. Zunehmen werden aber wild parkierende Autos und Mehrverkehr durch das Dorf und die neue Nachbarschaft. Denn kaum ein Pächter wird sein Material zu Fuss quer durchs Dorf transportieren.

Zum Schluss: Wird aktuell durch das Bebauen von Garten- und Grünflächen am Gemeinderand tatsächlich ein nachhaltiger und langfristiger Mehrwert für die jetzigen und künftigen Generationen erzielt?

 

xeiro ag