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Was tun bei Akne?

Akne ist meist in der Jugend ein verbreitetes Hautproblem und ist für viele Jugendliche der Anlass, erstmals bei einem Hautarzt Hilfe zu suchen. Viele Betroffene sind sich zu wenig bewusst, dass Akne in den meisten Fällen gut therapierbar ist. Im Erwachsenenalter ist eine Gesichtsrose («Rosacea») abzugrenzen.

Hormone und genetische Voraussetzungen

Die Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen. Vor allem im Gesicht, am Rücken und an der Brust zeigen sich die Talgansammlungen vorerst als sogenannte Mitesser. Bakterien führen zur Entzündung mit typischen Papeln und Pusteln (die sogenannten «Püggel»). 

Ursachen der Akne sind hormonelle Faktoren und genetische Voraussetzungen. Auslöser, an die man zu wenig denkt, sind Kosmetika und Haarprodukte, die die Talgdrüsenausführgänge verstopfen, so etwa eine fettige Tagescrème oder ein Haarwachs. Bakterien an der Oberfläche eines Smartphones oder ein ungenügend desinfizierter Rasierapparat können die Entzündungen unterhalten. Die Einnahme von Vitaminpräparaten und Energydrinks, die Vitamin B6 und B12 enthalten, kann die Akne verschlechtern.

Medikamente können helfen

Die modernen medikamentösen Therapien der Akne beeinflussen die Verhornung der Haut, welche für die Verlegung der Talgdrüsenausführgänge verantwortlich ist, sowie die bakterielle Besiedlung. Hier ist die differenzierte Beratung durch den Hautarzt sinnvoll. Durch Medikamente lassen sich die Talgdrüsen verkleinern und die Akne kann dadurch langfristig ausheilen. Für Aknebetroffene, die keine Medikamente einnehmen können oder wollen, gibt es einen neuen Therapieansatz mittels einer Goldlösung, die in die Poren eingearbeitet wird. Anschliessend wird die Haut mit einem Laser behandelt.

Die richtige Hautpflege

Es gibt einige Tipps zur richtigen Hautpflege bei Akne: Waschen Sie die Haut zweimal täglich und nach dem Schwitzen; verwenden Sie eine sanfte Reinigung, die Sie vorsichtig mit den Fingerspitzen auftragen; lassen Sie die Entzündungen abheilen, ohne daran herumzudrücken. Durch Manipulationen wird die Heilung verzögert, und es werden Bakterien auf die Haut übertragen, welche die Entzündungen wiederum verstärken. Verwenden Sie ölfreie Sonnenschutzmittel und Make-Ups.

Dr. med. Claude Luder, Facharzt für Dermatologie FMH, Ästhetik- und Laserzentrum Zürichsee AG, Meilen 

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