Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Warten aufs Christkind

Wir haben bekannte Meilemerinnen und Meilemer gebeten, ihre Fotoalben hervorzukramen und in Kindheitserinnerungen an Weihnachten zu schwelgen. Was dabei herausgekommen ist, zeigen wir Ihnen auf unseren traditionellen Glückwunsch-Seiten.

Auch die Crew des «Meilemer» hat einige Fotos aus Kindertagen beigesteuert…

  • « Das Foto wurde ihn meiner Geburtsstadt Wien aufgenommen, als ich ein Jahr und drei Monate alt war. Die Grosseltern aus der Schweiz waren zu Besuch, und wir feierten Weihnachten mit meinen beiden älteren Brüdern und meinen Eltern. Der Teddybär in meinem Arm wurde dann zu meinem langjährigen Kindheitsbegleiter. » Christine Steiner, Präsidentin Bergwacht Meilen

  • « Dieses Foto wurde 1974 in meinem Elternhaus in Sissach aufgenommen – in dem Moment, in dem ich und meine Geschwister den Christbaum und die Geschenke zum ersten Mal sahen. Ich war damals achtjährig, das Kind in der Mitte. » Thomas Matter, Nationalrat

  • « Mir war der Baum immer viel wichtiger als die Geschenke. Das ist auch heute noch so. Deshalb geschieht es hin und wieder, dass die Stube zu klein ist.» Didier Mayenzet, Gemeindeschreiber

  • « Das Foto wurde von meinem Vater an meinem ersten Weihnachtsfest aufgenommen. Zu sehen sind alle meine vier Geschwister, ich auf dem Arm meiner Mutter. Wir befinden uns hier im Pfarrhaus in Bauma. Das habe ich nicht mehr wirklich kennengelernt, weil wir bald danach nach Zürich gezogen sind. Aber die Feier wird wohl so stattgefunden haben, wie ich sie dann später kannte: Am Nachmittag hat sich die Mutter ins Weihnachtszimmer eingeschlossen und den Baum geschmückt. Viel Zeit nahm sie sich, um ihn sorgfältig mit Kugeln, Kerzen und Lametta zu dekorieren. Das hat bei uns Kindern natürlich die Spannung nur vergrössert. Dann endlich läutete sie mit der Glocke, und wir haben uns der Reihe nach aufgestellt, um ins weihnachtliche Wohnzimmer eingelassen zu werden. Diesen Moment, als wir das Zimmer endlich betreten durften, werde ich nie vergessen! Alle Kerzen brannten, die Tische waren mit Geschenken reich bedeckt (bei sieben Personen kommt einiges zusammen!), und für jedes Kind stand ein Teller mit Weihnachtsguetzli bereit. Meine Augen werden wortwörtlich geleuchtet haben. Vater las die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vor, anschliessend stimmten wir Weihnachtslieder aus dem Gesangbuch an, und erst dann ging es, wiederum der Reihe nach, ans Geschenkeauspacken. Das war schön! Noch Tage später hing dieser besondere Duft im Wohnzimmer. » Benjamin Stückelberger, Pfarrer, Musicalproduzent und Kolumnist Meilener Anzeiger

  • « Weihnachten war für mich immer eine besondere Zeit – die funkelnden Lichter, der Geruch von frischen Guetzli… und auch das Feuer übte früh eine grosse Faszination auf mich aus. Gezielte Brandbekämpfung durch Auspusten der Kerzen war eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, wie das Foto zeigt. Es entstand 1983, beim Weihnachtsfest mit Mama, Oma und Opa in Nollingen bei Badisch Rheinfelden. Auf den kommenden Festtagen wird übrigens ein ganz besonderer Glanz liegen: Vor ziemlich genau zwei Wochen wurde ich stolzer Papa einer Tochter! » Philipp Büchele, Leiter Bevölkerungsschutz bei Feuerwehr und Zivilschutz

  • « Bei uns war es Tradition, dass wir Kinder am Nachmittag des 24. Dezember aufs Zimmer mussten. Die Eltern haben dann die Stube abgeschlossen und den Baum geschmückt. Anschliessend wurde gemeinsam gegessen, und erst dann durften wir Kinder den Weihnachtsbaum betrachten. Aber bevor wir uns auf die Geschenke stürzten, wurde noch gesungen und Flöte gespielt. Auf dem Foto bin ich ungefähr fünf Jahre alt und freue mich sehr über Autogarage, Lastwagen und Lego. » Marcel Bussmann, HGM-Präsident und Löwen-Wirt

  • « Die Reihenfolge war bei uns an Weihnachten strikte vorgegeben: Zuerst das Essen, dann die Geschenke! Die Glastür zwischen Stube und Gang war mit einem weissen Leintuch zugedeckt, damit ich und mein Bruder ganz bestimmt nicht zu früh einen Blick auf den von meiner Mutter geschmückten Baum erhaschen konnten. Wenn es soweit war, läutete mein Vater mit einer kleinen Glocke, und wir durften endlich, endlich die Geschenke auspacken. Auf dem Foto bin ich etwa vier Jahre alt und trage, natürlich, meine roten Tigerfinkli.» Anita Estermann, Meilener Anzeiger

  • « Wir Kinder mussten immer im Zimmer warten, bis das Christkind die Geschenke hingelegt und die Kerzen am Baum angezündet hatte. Das Läuten der damals am Baum befestigten Glöcklein war unser Signal, ins Wohnzimmer zu kommen. Einmal fiel gleichzeitig mit unserem Eintreffen vor dem Christbaum eine Sternschnuppe vom Himmel, und ich war noch lange davon überzeugt, dass ich das echte Christkind davonfliegen sah.» Fiona Hodel, Meilener Anzeiger

  • « Als ich noch klein war, feierten wir jeweils mit der ganzen Familie inklusive Grosseltern, Grosstante, Onkel, Tanten und Cousins. Da wir fünf Mädchen waren, war natürlich immer einiges los. Meine Mutter nahm die ganzen Festivitäten auf Super-8-Film auf; das Foto ist eine Momentaufnahme daraus – ich zeige auf die Kamera und sage ‚ds Mueti tuet filme!’ Heute finde ich die bewegten Bilder vom gemeinsamen Essen, Geschenkeauspacken und Singen ganz besonders schön und voller Erinnerungen. » Christine Stückelberger, Meilener Anzeiger

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xeiro ag