Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Verkehrs-Corona in Feldmeilen

Seit Montag, 13. Juli wird der gesamte nationale und internationale Schwerverkehr von der Seestrasse in Richtung Zürich während einem Monat über eine verkehrsberuhigte Tempo-30-Zone umgeleitet.

Wer auch immer sich dieses hirnverbrannte Konzept ausgedacht hat, ist sich offenbar nicht bewusst, was das für die Anwohner der Schwabach-, Ländisch- und Rebbergstrasse für Folgen hat.

Als Betroffene verlangen wir von den zuständigen Stellen der Gemeinde Meilen, dass dies so schnell wie möglich geändert wird. Es dürfte hinlänglich bekannt sein, wie viele Fahrzeuge pro Minute und pro Tag über diese Route fahren. Die Anwohner haben ein Recht darauf, dass dieser Verkehr aus dem Quartier herausgenommen wird. Es dürfte doch möglich sein, und das ohne allzulange Zeitverzögerung der Arbeiten auf der Seestrasse, dass dort ein alternatives Verkehrssystem mit Lichtsignal eingerichtet wird. Das Argument, dass dies seinerzeit in Herrliberg nicht funktioniert hätte, kann man nicht gelten lassen. Die Polizei hat die Möglichkeit sicherzustellen, dass keine Blockaden entstehen durch Missachtung der Rotlichtphasen. Man muss nur die richtigen Prioritäten setzen.

Exzessive Lärmbelästigung der Anwohner Tag und Nacht sollte für die zuständigen Gesundheitsbehörden der Gemeinde Meilen wichtig sein. Oder werden wir Bürger von Feldmeilen dort nicht ernst genommen? 

In Zeiten von Corona, wo man verlangt, dass die Leute möglichst zu Hause bleiben, sollten sie mindestens, und das auch für die psychische Hygiene, die Ruhe haben, die man in einer 30er-Zone erwartet. Die Gemeindebehörden sind aufgefordert, die Anliegen der Anwohner ernst zu nehmen. Eine allfällige Beschwerde an die zuständigen Bezirksorgane wegen Nichtgewährung der Rechts- und Rekursmöglichkeiten wird ins Auge gefasst.

 

xeiro ag