Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Verdichtung, Anonymität, Verkehrskollaps

Am Sonntag, 8. September lädt die CVP Meilen zum Sommerplausch im Badhüsli Feldmeilen. Zum Thema «Verdichtung, Anonymität, Verkehrskollaps – Wie retten wir die Goldküste?» referiert um 13 Uhr Philipp Kutter, Nationalrat und Wädenswiler Stadtpräsident. Ab 11 Uhr sind alle zum Brunch eingeladen.

6,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben in den Schweizer Grossstädten und in den Gemeinden darum herum. Allein in den Agglomerationsräumen sind es rund 3,8 Millionen Menschen – und es werden immer mehr. 

Im Richtplan sieht der Kanton Zürich vor, dass hier 80 Prozent des Bevölkerungswachstums stattfinden soll. Auch die Gemeinden an der Goldküste sind vom Wachstum betroffen. Kleine Einfamilienhäuser werden durch grosse Mehrfamiliengebäude ersetzt. Züge, Busse und Strassen sind voll, denn die meisten Menschen pendeln an ihren Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz. Das führt auch dazu, dass das Gemeindeleben ausstirbt, denn der Lebensmittelpunkt ist woanders. Vereine, Läden und Restaurants kämpfen um ihr Überleben.

Eine grosse Herausforderung ist schliesslich die gesellschaftliche Entwicklung. Die Menschen werden älter, die Zahl der Einzelhaushalte steigt. Die Folgen sind Einsamkeit und Anonymität.

Die Gemeinden stehen daher vor grossen Herausforderungen, werden dabei aber ziemlich allein gelassen. Anders als Grossstädte und Berggebiete finden die Agglomerationen in Bundesbern praktisch kein Gehör. CVP-Nationalrat Philipp Kutter will das ändern. Er ist seit bald zehn Jahren Wädenswils Stadtpräsident und kennt die Probleme der Gemeinden aus Erfahrung. Er hat den Bundesrat mit verschiedenen Vorstössen dazu aufgefordert, den Agglomerationen mehr Beachtung zu schenken und die Agglomerationspolitik zu erneuern. 

Am Sonntag referiert Nationalrat Kutter aber nicht nur darüber, was der Bund tun soll. Er berichtet auch von seinen Erfahrungen als Stadtpräsident und zeigt auf, was die Gemeinden tun können, um die Lebensqualität und Identifikation der Menschen mit ihrem «Dorf» zu erhalten und zu verhindern, dass es zur Schlafstadt wird. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.

xeiro ag