Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

«Unsere Spezialität: Knusprige Rösti!»

Die Geschäftsführerin des Alterszentrums, Serenella von Schulthess, ist gelernte Gastronomin und leitete vor ihrer Zeit in Meilen in zwei Spitälern den Bereich Hotellerie: Kein Wunder, liegt ihr das neue Restaurant auf der «Platten» sehr am Herzen.

  • Einladend wie das eigene Wohnzimmer: Das öffentliche Restaurant auf der Platten. Foto: Alice Das Neves

  • Serenella von Schulthess, Geschäftsführerin des Alterszentrums. Foto: MAZ

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Das Restaurant wird rund 80 Sitzplätze umfassen und sich damit explizit auch an ein externes Publikum richten. Hier gibt es Mittag- und Abendessen, im direkt angeschlossenen Bistro wird man zwischendurch etwas Kleines essen können, einen Kaffee trinken oder auch ein Feierabendbier geniessen. Drei Säle in unterschiedlichen Grössen stehen für Anlässe wie Geburtstage, Taufen, kulturelle Veranstaltungen oder Seminare zur Verfügung, dies auch für Externe.

Die Atmosphäre und der Weitblick im lichten, L-förmigen Raum mit Fischgrat-Parkett in heller Eiche sind sehr attraktiv: Vor den Fenstern prangen Zürichsee und Alpen, und ein kleiner Weiher mit Koi-Karpfen glitzert neben der weitläufigen Terrasse, wo grosse Schirme für Schatten sorgen. 

Gekocht wird von Tina Meier mit ihrer elfköpfigen Crew, die bereits in den letzten Jahren die Bewohner auf der Platten – sowie jene in Küsnacht – verpflegte. Nun freut sie sich darauf, Mitte Juni die ersten Mahlzeiten in der neuen Küche zuzubereiten.

Noch ist das Restaurant indes erst für die Bewohnerinnen und Bewohner offen. Weshalb das so ist, erklärt Serenella von Schulthess im Interview. Sie verrät ausserdem, was die Spezialität des Hauses sein wird – und weshalb Stehlampen und Grünpflanzen zur Einrichtung gehören. 

Frau von Schulthess, früher war das Restaurant im Alterszentrum auch schon offen für externe Besucher, dies aber eher als Geheimtipp. Wie sieht das neue Konzept aus?

Bereits bei der Planung war klar, dass wir uns grundsätzlich mehr nach aussen öffnen möchten. Dank einem öffentlichen Restaurant ist auch die Meilener Bevölkerung bei uns herzlich willkommen. Dass wir es ernst meinen, sieht man am Raumangebot: Würden wir nur die Bewohnerinnen und Bewohner ansprechen wollen, bräuchten wir im Restaurant nur halb so viel Platz, denn auf jedem Stockwerk auf den Pflege- und Demenzabteilungen gibt es weitere Essräume. 

Was lag Ihnen beim Essens-Angebot besonders am Herzen?

Dass alle etwas auf der Karte finden, was sie «gluschtig» macht. Und dass es eine Auswahl an Menus, Wochenhits und à la Carte gibt. Dann natürlich eine saisonale und wenn möglich regionale Küche. Gerade Vegetariern möchten wir mehr bieten als nur einen Gemüseteller. Insgesamt streben wir eine gute Mischung an aus Währschaftem wie «Ghackets mit Hörnli» und Modernem wie etwa asiatischen Speisen.

Gibt es eine Platten-Spezialität?

Frische, knusprige Rösti wird unsere Spezialität sein, immer auch in saisonalen Varianten. Im Frühling wäre das zum Beispiel Rösti mit Spargeln. Dafür arbeiten wir mit einem regionalen Bauern zusammen, der extra für uns Kartoffeln anpflanzt.

Die Einrichtung wirkt schon jetzt sehr wohnlich mit viel hellem Eichenholz und grossen Fensterfronten. Wie sieht der Finish aus?

Farblich kommt noch Anthrazit und Rostrot dazu, ausserdem Grünpflanzen als Raumteiler sowie Stehlampen für die Beleuchtung.

Stehlampen im Restaurant?

Ja – es ist schliesslich das Esszimmer der Bewohnerinnen und Bewohner und soll deshalb hell, gemütlich und wohnlich sein.

Noch können Gäste von ausserhalb nicht auf der Platten essen, weder im Restaurant noch im kleineren Bistro, das ebenfalls über eine Terrasse verfügt. Weshalb?

Wegen der Corona-Pandemie. Wir haben uns entschieden, erst dann für alle zu öffnen, wenn dies ohne Einschränkungen möglich ist. Das Tolle daran ist: Es wird dann auf jeden Fall ein grosses Fest geben, was für die Eröffnung des Weiherhauses ja leider nicht möglich ist. 

xeiro ag