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Überzeugender Jahresauftakt

Mit drei Altersklassenpodesträngen und Samuel Jud als schnellstem LC-Meilen-Vertreter überzeugten die Läuferinnen und Läufer des Traditionsvereins im ersten Rennen von 2019, dem stark besetzten Neujahrslauf in Dietikon und Auftakt des Züri-Lauf-Cups.

Der 15. Rang von Samuel Jud ist der Beweis der erlangten Klasse des Triathleten, besonders unter Einbezug der Umstände. «Ich trat mit einer erheblichen Vorermüdung an», sagte der 33-Jährige und nannte die Woche mit dem Jahreswechsel, eine harte Trainingsperiode. 

Zu müde, um richtig zu trainieren

Allein 27 km legte Jud schwimmend zurück. Und auch in der Vorwoche des Rennens wollte er sich weiterfordern. Nur: «Mit dem Wiedereinstieg in den Berufsalltag fühlte ich mich zu müde, um die geplanten Umfänge durchzuziehen.» Ein Beispiel unterstreicht diesen Zustand: «Am Renntag wachte ich erst um 9.15 Uhr auf, etwas völlig Ungewöhnliches.» 

In der Kategorie M30 belegte Jud nach den 12,1 km und seinen 43:16 Minuten Platz sieben, 3:53 Minuten hinter Tagessieger Estefanus Hailemichael (Zürich), aber nur einen Rang oder eine gute halbe Minute hinter dem Vorjahresschnellsten Christian Mathys. 

Föhn und Peter herausgefordert

Mit einer neuen Ausgangsposition konfrontierte sehen sich der letztjährige Gesamterste und -zweite bei den M50, Sigi Föhn und Peter Peter. Aufgestiegen in die Kategorie ist Roman Gehrig, der bekannte starke Exponent des Sihltaler Sportclubs. Mit seinen 44:40 Minuten nahm der 50-Jährige den Meilemern 45 Sekunden, respektive 1:13 Minuten ab. Für den Augenblick gilt es, das Verdikt anzunehmen. In Zukunft aber wollen sowohl Föhn wie Peter den neuen Widersacher nicht nur fordern, sondern auch hinter sich lassen. Sie lachten: «Schliesslich verdient die Königskategorie auch einen richtigen Sieger.» Das wissenschaftliche Argument der altersbedingten Leistungseinbusse wollen sie widerlegen. Aber, so der 59-jährige Föhn, «immer wenn’s nicht ganz wunschgemäss läuft, ziehe ich doch diese Rechnung heran.»

Er sei «nicht vollumfänglich happy», sagte Föhn. Gleichzeitig gab er zu bedenken, dass die Saison noch lange dauert. Zufriedener ist Peter Peter. «Ich bin erstaunt und glücklich, wie gut es mir gelaufen ist», sagte der 52-Jährige, zumal das Wettkampfgefühl in Kontrast zum eher dürftigen Erfolg in den Trainings steht. 

Für die dritte Altersklassenrangierung auf dem Podest sorgte Junior Cyrill Rüttimann mit Rang 3 im 6,6 km-Rennen.

xeiro ag