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SM-Silber und Hawaii-Qualifikation

Sigi Föhn und Petra Schmiedel erreichten Erfolge im Marathon sowie im Ironman-Triathlon: Sigi Föhn mit Rang zwei in der Altersklasse an der Schweizer Marathon-Meisterschaft, Petra Schmiedel mit der Qualifikation für den Ironman Hawaii.

Obwohl Sigi Föhn die 42,195 km beim Dreiländermarathon in 2:47:53 Stunden lief und damit so schnell war wie noch nie, hielt sich seine Begeisterung in Grenzen: «Ich konnte nicht die gewünschte Leistung abrufen.» Angepeilt hatte er zwischen Startort Lindau (D), dem östlichen Ufer des Bodensees entlang bis in die Schweiz mit einer Schlaufe auf dem Rheindamm und dem Ziel in Bregenz (Ö) eine Endzeit von 2:45 Stunden. Und lange befand er sich mehr als auf Kurs. «Ich lief lange mit der Frauensiegerin», sagte Föhn. Sandra Urach heisst diese. Sie sicherte sich den Landesmeistertitel von Österreich.

Bei Föhn hingegen machten sich in der Schlussphase seine immer wiederkehrenden Probleme bemerkbar: Der Ischiasnerv, der ins Bein ausstrahlt sowie das Fussgelenk. Die Folge davon: Er musste zurückstecken, auf den letzten 5 km gar massiv. «Die Muskulatur verkrampfte sich, es ging einfach nicht mehr», sagte er und wunderte und ärgerte sich gleichzeitig: «Ich brachte die Pulswerte nicht einmal mehr annähernd ans Maximum.» Einen weiteren Dämpfer musste er bei Kilometer 41 verkraften: Jürg Merkt überholte ihn. Damit war für Föhn der letztjährige Titel in seiner Altersklasse nicht mehr zu verteidigen. Bitter dabei: Nach drei Vierteln der Distanz wies er noch einen Vorsprung von 2:20 Minuten auf den «ewigen Konkurrenten aus Bülach» auf. Bitter auch: Urach war schiesslich mehr als fünf Minuten schneller. Overallrang 32 und SM-Silber waren daher ein kleiner Trost.

Rekordrennen für Schmiedel

Am Ironman Barcelona gewann Triathletin Petra Schmiedel mit 9:57:23 Stunden das Rennen über die 3,9 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen in ihrer Altersklasse souverän. Gleichzeitig durchbrach sie die Zehn-Stunden-Grenze. «Mit Abstand mein bester Ironman», freute sie sich, «ein Tag, an dem einfach alles passte.» Sie strich ihr «energetisches Gleichgewicht, das für ein Reüssieren ohne Einbruch sorgte» hervor. Sie sah ihr Gefühl bestätigt durch den ausgezeichneten 22. Schlussrang unter allen Frauen.

Die Qualifikation für den Ironman Hawaii 2020 sieht Petra Schmiedel als Belohnung und als Motivation für die nächsten zwölf Monate. Die Dritte des Ironman 70.3 Rapperswil im Juni und WM-Elfte im September über die olympische Distanz vertraut seit diesem Jahr auf das Coaching von Hawaii-Profi-Starter Jan van Berkel. Ihm verdankt sie Inputs bei der Ernährung sowie im Training. «Ich habe nicht mehr, aber intelligenter trainiert», sagte sie.

xeiro ag