Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Sanierung und Umgestaltung der Dorfstrasse

Im Abschnitt zwischen Einmündung der Burgstrasse und «Coop» soll die Dorfstrasse saniert und in eine Tempo-30-Zone umgestaltet werden.

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 9. Februar das Projekt zuhanden der Anhörung nach § 12 Strassengesetz und der Mitwirkung der Bevölkerung nach § 13 Strassengesetz verabschiedet. Das Projekt liegt ab 12. Februar 2021 während 30 Tagen in der Tiefbauabteilung auf.

Tempo 20 abgelehnt

Schon seit einigen Jahren wertet die Gemeinde Meilen das Zentrum von Dorfmeilen auf und gestaltet es als urbanen öffentlichen Raum. Dazu zählt auch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität längs der Dorfstrasse als wichtige Einkaufsstrasse und Verbindung zum Bahnhof Meilen.

Im Verkehrsrichtplan, der durch die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember 2017 festgesetzt wurde, ist die Dorfstrasse im Abschnitt Burgstrasse bis Bahnhofstrasse als Strasse mit besonderen Massnahmen gekennzeichnet. Sie soll den Anforderungen einer Begegnungszone genügen. Die Gemeindeversammlung vom 4. März 2019 hat dem Kreditbegehren für die Schaffung einer solchen Begegnungszone mit Tempo 20 zugestimmt, das Geschäft aber aufgrund eines Ordnungsantrags der Urne überwiesen. Der Souverän lehnte das Kreditbegehren in der Folge an der Urnenabstimmung vom 19. Mai 2019 ab.

Weniger Parkplätze, besserer Verkehrsfluss

Da der Zustand der Dorfstrasse im Abschnitt Burg- bis Bahnhofstrasse schlecht ist, muss die Sanierung an die Hand genommen werden. Zusammen mit Vertretungen von Ortsparteien, Handwerks- und Gewerbeverein Meilen, Wachtvereinigung Dorfmeilen und der Arbeitsgruppe Dorfstrasse haben Gemeinderat und Gemeindeverwaltung eine neue Projektgrundlage erarbeitet. Alle Beteiligten sprechen sich für eine Tempo-30-Zone aus. In einer Tempo-30-Zone gelten die üblichen Verkehrsregeln, es gilt konsequent Rechtsvortritt und es gibt keine Fussgängerstreifen. 

Das Vorprojekt sieht seeseitig und bergseitig Baumrabatten vor und dazwischen grosse Parkfelder, die mehrheitlich direkt angefahren werden können. Um die aus Gründen der Sicherheit vorgeschriebenen sogenannten Sichtbermen bei den Ein- und Ausfahrten einhalten zu können, werden nicht mehr gleich viele Parkplätze wie heute eingezeichnet werden können. 

Die Parkplatzbilanz sieht neu im betreffenden Perimeter noch 33 Parkplätze vor (heute sind es 42 Parkplätze). Zwischen Gemeindehaus und Bahnhof wird ein klar erkennbarer und grosszügig gestalteter Querungsbereich für Fussgänger markiert. Die neue Gestaltung erlaubt das Kreuzen von Bussen. Dank wegfallenden Seitwärtsparkmanövern erhöht sich die Fahrplanstabilität der Linienbusse der VZO. Die verkehrstechnische Abteilung der Kantonspolizei Zürich hat das Vorprojekt geprüft und bestätigt, dass es bewilligungsfähig ist.

Anhörung und Mitwirkung 

Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 9. Februar 2021 die Anhörung der betroffenen Organisationen nach § 12 Strassengesetz (StrG) sowie die interne Vernehmlassung und die Mitwirkung der Bevölkerung nach § 13 StrG verabschiedet. Das Projekt, das auch den nördlichen Teil der Bahnhofstrasse sowie die Rosengartenstrasse umfasst, liegt ab 12. Februar 2021 während 30 Tagen in der Tiefbauabteilung auf.

In das Bauprojekt werden berücksichtigte Inhalte von Einsprachen direkt einfliessen. Im Sommer 2021 ist die Auflage nach § 16 und § 17 StrG vorgesehen. Der Baukredit wird dem Souverän voraussichtlich im Jahr 2022 zur Abstimmung unterbreitet. Der Zeitpunkt der Sanierung soll dann abgestimmt werden auf das Bauprogramm der neuen «Markthalle» am Dorfplatz, um nicht beide Baustellen parallel bewerkstelligen zu müssen.

xeiro ag