Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Roger Köppel sprach in Meilen

Im Rahmen seiner Tour durch sämtliche 162 Gemeinden des Kantons Zürich besuchte SVP-Ständeratskandidat und Nationalrat Roger Köppel am 9. Juli auch Meilen.

  • Selfie mit Anhängern: Roger Köppel auf der Meilemer Büelen. Foto: zvg

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Wichtig seien ihm in der Politik nicht Pöstchen, sondern Themen, begann Köppel seine frei vorgetragenen Ausführungen vor einem über hundertköpfigen Publikum am prächtigen Sommerabend vor dem Meilemer Schützenhaus. Er habe sich zu dieser kantonalen Rundreise entschlossen, weil die Medien kaum mehr die Wirklichkeit transportierten und man darum am besten direkt zu den Leuten gehe. 

Zerstörung eines Erfolgsmodells

Für Köppel stellt sich seit je für die Schweiz die Frage, wie sie trotz ungünstigen geografischen Voraussetzungen ihre Zukunft finanziert. Gegenwärtig herrsche allerdings eine Art Wohlstandsverwahrlosung, sagte er. Nicht nur scheine jede linke Forderung bezahlbar, wir hätten auch unsere Energiepolitik wegen Fukushima auf völlig untaugliche Grundlagen gestellt. «Und nun ist die Schweiz daran, den – unbestrittenen – Klimawandel trotz weitgehend ungesicherten Fakten für einen grün-marxistischen Umsturz unserer Wirtschaftsordnung zu missbrauchen, ja unseren Wohlstand – den wir einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft verdanken – mutwillig aufs Spiel zu setzen.»

Auch die ungebremste Zuwanderung werde soziale, ökonomische und ökologische Konsequenzen haben, die niemand verantworten könne, sagte Köppel weiter. Die grösste Gefahr bestehe aber im drohenden institutionellen Abkommen mit der EU. Dieses würde die Bürgerinnen und Bürger als Chefs im Land entmachten und damit das Erfolgsmodell der direkten Demokratie zerstören: «Brüsseler Funktionäre und fremde Richter haben dann das Sagen, und wir können nur noch unter der Drohung von Strafmassnahmen abstimmen.» So würden wir konkret die Kontrolle über den Nord-Süd-Verkehr am Gotthard preisgeben, wegen dem ja die Eidgenossenschaft erst entstanden ist, ebenso beispielsweise die Landwirtschaftspolitik, aber auch die Personenfreizügigkeit. 

Es geht letztlich ums Portemonnaie

Schliesslich stellte Roger Köppel die Frage, warum die EU die Schweiz unbedingt eingemeinden und beherrschen wolle. Dies werde deutlich an drei Kennzahlen: In der EU lebten 7 Prozent der Weltbevölkerung (Tendenz abnehmend). Die EU erbringe 17 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung (Tendenz abnehmend). Aber die EU müsse über 50 Prozent der weltweiten Sozialleistungen bezahlen. Da werde jedermann klar, dass die Schweiz der EU zahlen helfen soll: «Es geht letztlich um das Portemonnaie von uns allen.» 

Ein grosser Applaus verdankte die eindringliche, immer wieder durch humorvolle Randbemerkungen angereicherte Ansprache. Die anschliessende Diskussion wurde sehr lebhaft geführt, und man spürte, dass sich der debattierfreudige Roger Köppel neben den zustimmenden auch über kritische und andersdenkende Stimmen freute, die ihn herausforderten.

xeiro ag