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Pollen statt Schnee

Es ist erst Mitte Januar, und doch fliegen bereits Pollen – im Tessin sogar schon seit den Weihnachtstagen, wie Messungen von MeteoSchweiz bestätigen. Pollenallergikerinnen und -allergiker können sich jetzt noch mit einer Kurzzeittherapie wappnen.

Im Mittelland haben bereits vereinzelt die Haselkätzchen zu blühen begonnen. Bei Sonnenschein und Temperaturen über 5 Grad geben diese Einzelsträucher auch Pollen ab. Sie können bei Menschen mit Heuschnupfen schon Beschwerden verursachen.

Früher als letztes Jahr

Ein Blühbeginn der Hasel anfangs Januar ist sehr früh, wird aber immer wieder einmal registriert, so beispielsweise vor zwei Jahren. Im letzten hingegen erwachte die Hasel erst anfangs Februar aus der Winterruhe und war damit im Vergleich später dran, lag aber ziemlich genau im langjährigen Mittel des Blühbeginns.

Am meisten blühende Sträucher werden in der Region Basel erwartet, bei anhaltenden Temperaturen über 5 Grad aber auch in anderen Regionen. 

Spezialfall Erle

Die Purpurerle (Alnus x spaethii) hat in Buchs (SG) bereits vor Weihnachten geblüht. Die Art ist nicht einheimisch und wurde in Städten angepflanzt; sie blüht viel früher als die einheimischen Schwarz- und Grauerlen. An den milden Föhntagen vom 18. und 19. Dezember wurden bereits starke Konzentrationen gemessen. Die einheimischen Erlen sind auf der Alpennordseite gemäss Modellen von MeteoSchweiz noch nicht blühbereit, einzelne Pollen kann es jedoch schon in der Luft haben.

Allergisch – was tun?

Wer allergisch ist, sollte regelmässig die Pollenprognose über die Pollen-News-App oder auf www.pollenundallergie.ch prüfen. Kurzentschlossene können übrigens auch jetzt noch die ursächliche Therapie angehen – mit einer Desensibilisierung in Kurzzeit. Sie wird rund sieben Wochen vor der Pollensaison begonnen. Von einer Birken- oder Gräserpollenallergie Betroffene können jetzt noch davon profitieren. Dabei wird beim Arzt die Allergenlösung in wöchentlichen Abständen kurz vor der Pollensaison injiziert, dies mit dem Ziel, den Körper langsam an den Allergieauslöser zu gewöhnen, bis er nicht mehr darauf reagiert.

Aktuelle Pollenprognose www.pollenundallergie.ch oder mobil mit der App «Pollen-News».

 

xeiro ag