Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Offen trotz Coronavirus

Vom Ausbruch der Coronakrise war auch das Kindertraum-Haus stark betroffen. Verunsicherten und besorgten Eltern musste rasch Unterstützung angeboten werden. Die Krippe sollte darum unbedingt offen bleiben. Schliesslich hat auch der Bundesrat entschieden, dass Krippen einen Notbetrieb aufrechterhalten müssen, weil sie einen Beitrag zur Sicherung der Grundversorgung leisten.

  • Abgetrennte Bereiche im Innern, aber auch im Garten des Kindertraum-Hauses. Foto: zvg

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Nach der Schliessung der Schulen, mit Home-Office und namentlich für Eltern in medizinischen oder versorgungstechnischen Sonderaufgaben ist eine Betreuungslösung zwingend. Das Kindertraum-Haus hat unmittelbar nach den ersten Beschlüssen des Bundesrates in Absprache mit den Schul- und Sozialbehörden Meilen eine Notfallbetreuung eingerichtet. Dabei tauschte man sich laufend mit dem Kinderarzt Dr. med. Patric Eberle aus, um die medizinische Seite professionell abzudecken. 

Ansteckungen vermeiden und aktiv bleiben

Glücklicherweise sind Kinder vom Coronavirus am wenigsten betroffen, und die Krankheit verläuft sehr mild oder ohne Symptome. Trotzdem gilt es natürlich, Ansteckungsrisiken zu minimieren. Daher ist das ganze Kindertraum-Haus in isolierte Bereiche aufgeteilt worden. Die Kinder und das Krippenpersonal dürfen sich nur in einem bestimmten Bereich aufhalten, und Gruppen werden in den Randstunden nicht mehr zusammengelegt. Die Eltern bringen und holen die Kinder am Gruppeneingang; sie dürfen die Gruppenräume nicht betreten. Auch der Garten ist in Bereiche für die Gruppen eingeteilt. Die Gruppen sind weiterhin jeden Tag mindestens einmal draussen. Dies erfolgt jedoch gestaffelt und koordiniert. Der English Kids Club, das Kinder-Yoga, das Musikkarussell, der Zappelwurm, die Happy Hour und der Naturtag finden bis auf weiteres nicht mehr statt, auch wurde der Shuttelservice zum Bahnhof eingestellt.

Solidarität unter den Eltern

Von manchen Eltern wird heute sehr viel Improvisation gefordert, wenn Schule, Arbeit und Krippe unvermittelt neue Verhältnisse schaffen. Andere haben einfachere Rahmenbedingungen und können die Umstellungen so besser bewältigen. Spontan haben diese Eltern ihre Betreuungsplätze im Kindertraum-Haus vorübergehend an andere abgetreten. Dank diesem solidarischen Verhalten, Flexibilität und Verständnis für die aktuellen Probleme hat sich im Kindertraum-Haus nach der ersten Krisenwoche eine funktionierende Normalität eingestellt. Entscheidend war aber auch, dass ein motiviertes Team hinter den Entscheidungen der Krippenleitung steht und sich engagiert den Kindern widmet. Manche Mitarbeiterin durfte erfreut feststellen, dass ihr harter Alltagsjob plötzlich mehr gesellschaftliche Anerkennung findet.

Gravierende finanzielle Konsequenzen

Für alle Eltern, die darauf angewiesen sind, ist die Betreuung im Kindertraum-Haus mit den getroffenen Massnahmen gewährleistet. Das Betreuungskonzept mit isolierten Gruppen und reduzierter Kinderzahl ist aber auch mit Kurzarbeitsentschädigung eine kostenintensive Lösung. Es wird ein betrieblicher Fehlbetrag resultieren, den eine private Krippe nicht alleine tragen kann, und der eine Weiterexistenz gefährdet. Es ist jedoch die feste Absicht des ganzen Kindertraum-Teams, nach Kräften zur Bewältigung dieser ausserordentlichen Situation beizutragen.

xeiro ag