Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Neue Bäume und Sträucher

An der Generalversammlung der Genossenschaft Gemeinschaftsgarten «Minga vo Meile» standen am 29. Januar neben den statuarischen Geschäften die Erweiterung der Landfläche nach dem Konzept «Agroforst» und die Anbauplanung fürs laufende Jahr im Vordergrund.

An einer winterlichen, mit Hagebutten und anderen heimischen Zweigen gedeckten Tafel startete die GV mit einem gemütlichen Dreigänger, bevor man sich dem Geschäftlichen zuwandte. 

Die neue und grössere Anbaufläche wurde mit Unterstützung einer Gruppe aus Deutschland geplant und im Verlauf des vergangenen Herbstes umgesetzt. Zentral dabei sind die Ausrichtung der Beete an den vorhandenen Höhenkurven, das Zurückhalten von möglichst viel Wasser mittels Wiesengräben und vielfältige Elemente zur Förderung der Biodiversität. 

An zwei Samstagen im letzten Herbst wurden 20 Hochstamm-Obstbäume und viele Sträucher und Hecken gepflanzt. Zur Bekämpfung der Mäuse wurden Ast- und Steinhaufen erstellt, welche eine geeignete Behausung für das Mauswiesel darstellen. Dieses soll die Mäuse, von denen es leider recht viele gab, in Schach halten. Im Frühling kommen weitere Pflanzungen auf der neuen Anbaufläche hinzu: Beeren, Tafeltrauben, Fruchtbäume, Artischocken und Cardy. Dem Aebletenweg entlang werden Kopfweiden für zusätzlichen Raum für Nützlinge sorgen.

Für die neuen Bäume und Sträucher kann übrigens eine Patenschaft für den künftigen Unterhalt übernommen oder der Ankauf gesponsert werden (siehe www.minga.ch). Bereits wurden über 15 Hochstammobstbäume und zehn Sträucher auf diese Weise finanziert.

Der Ausblick auf die Anbauplanung fürs laufende Jahr verspricht viel leckeres Gemüse, Obst, Kräuter und Blumen: Karotten in frühen, mittleren und späten Sorten, Randen, blaue Erbsen, Gurken und Kürbisse in allen Farben und Variationen. Auch für das Salatbuffet wird mit unterschiedlichen Salatsorten jede Woche gesorgt sein, so z.B. mit Schnittsalat aus eigenem Saatgut. 

Am Schluss der GV wies die Verwaltung auf den jeweils im Winter organisierten kulturellen Anlass hin: Pascal König von BirdLife Schweiz referiert zum Thema «Insektensterben... und was wir dagegen tun können». 75 Prozent der flugfähigen Insekten sind vor unseren Augen verschwunden. Unternimmt die Schweizer Landwirtschaft genug, um dem Insektensterben Einhalt zu gebieten? 

xeiro ag