Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Natur ein grosses Anliegen

Liebe Anna und Edwin Bolleter, als Meilemer Bürger erlaube ich mir eine Replik auf Ihren Leserbrief vom 21. Mai, auch wenn ich in Herrliberg wohnhaft bin.

Es stimmt nicht, dass Betriebe kein Futter einkaufen können, wenn die Trinkwasserinitiative angenommen wird. Wenn sie weiter Direktzahlungen beanspruchen wollen, dürfen sie kein Futter importieren (aus dem Ausland). Futter von anderen Schweizer Bauern darf selbstverständlich weiter eingekauft werden. 

Damit wird vermieden, dass Soja-Kraftfutter aus dem Amazonas verfüttert wird und damit der Düngereintrag der Schweizer Landwirtschaft grösser ist, als was die Landschaft verkraften kann.

Für Biobauern sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass man dem Land nur entnimmt, was es selber produzieren kann und dass man keine Chemikalien ausbringt, welche die Natur nicht ertragen kann.

Wenn sich der Bauernverband auf eine umweltgerechte Agrarreform eingelassen hätte in der Frühlingssession, könnte man die ökologische Reform der Landwirtschaft sicher auch im Parlament realisieren. Aufgrund der totalen Diskussionsverweigerung von Markus Ritter und dem Bauernverband bleibt leider nichts anderes übrig, als ja zu stimmen zu den Agrarinitiativen, wenn einem die Umwelt am Herzen ist.

Als Seebueb, Meilemer und Kadett ist mir die Natur ein grosses Anliegen. Man sieht kaum noch Schwalbenschwänze und andere Sommervögel in Bergmeilen, die Zauneidechse ist immer schwieriger zu entdecken, und beim Spaziergang im Obstgarten in der Luft stinkt es fürchterlich nach Chemie von all den Pestiziden. Ich bin sicher, dass Meilemer Biobauern mit mir einig sind und diese Zustände nicht wollen. Deshalb stimmen wir ja am 13. Juni zu den Agrarinitiativen und zum CO2 Gesetz.

xeiro ag