Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Muttertags-Matinee der Musicanti sempreverdi

Ein weiterer Anlass im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Kantorei Meilen war die Matinee der Musicanti sempreverdi am vergangenen Muttertags-Sonntag.

  • Die Musicanti sempreverdi präsentierten ein buntes Programm. Foto: Gabriela Leuthold

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Die Musicanti sempreverdi pflegen ihr Selbstverständnis als Orff-Instrumenten-Ensemble und öffnen sich zugleich den individuellen Fähigkeiten der Mitglieder. Jedes kann sein Musikinstrument – sei es traditionell ein Stab- oder ein Perkussionsinstrument, sei es ein Melodieinstrument – mitbringen und sich selbst einbringen. 

Georg Pfister leitet die Truppe mit Engagement, Visionen und Charme. Unermüdlich erweitert er das Repertoire und arrangiert alte und neue Stücke um. 

An der Matinee trat die Formation in ihrer aktuellen Grundbestückung auf: Glockenspiel, Metallofon, Xylofon, Bassxylofon, Kontrabass und drei Blockflöten. Das Programm enthielt zwölf Stücke aus allen Stilrichtungen des Repertoires. 

Das erste Stück, der «Triumphmarsch» von M.-A. Charpentier, eröffnete das Konzert, wobei die drei Blockflöten tonangebend den Marsch bliesen, während die übrigen Instrumente das Thema in Variationen gekonnt aufnahmen und zu einem Ganzen verwoben. Nach dem mitreissenden Marsch zwei volkstümliche Tänze aus dem Kanton Zürich. Die «Nationalhymne der Freiburger», der «Frühlingsmarsch» von J. Bovet, ergänzte die Schweizer Folklore. Es folgten zwei Stücke der europäischen Volksmusik: das traditionelle italienische Volkslied «Tiritomba», auf Italienisch und Deutsch gesungen. Für das russische Stück «Wladimir» gab es eine Rochade in der Besetzung: Die «artfremden» Instrumente überliessen den traditionellen Orff-Instrumenten den Platz. Das Lied bewies es, die ehemalige «Orff-Gruppe der Kantorei Meilen» beherrscht nach wie vor ihr angestammtes Metier. 

Danach kamen die südamerikanischen Melodien «Jamaica Farewell» und «El Condor pasa». Letztere begann mit einem majestätischen Vorspiel, das den kreisend durch die Lüfte schwebenden Kondor darstellte. Die satten Töne des Xylofons gaben dem Stück einen tragenden Mittelbau. Die Gruppe der leichten Klassik und der Unterhaltungsmusik schloss das Programm: «Der Vogelfänger bin ich ja» (W. A. Mozart) und «Raindrops keep fallin’ on my head» (B. Bacharach), um nur zwei Titel zu nennen.

Die halbstündige Matinee gefiel durch ihr buntes Programm und durch die auf die «Musicanti» zugeschnittenen Arrangements. Kurzum: Unterhaltungsmusik, mit Freude gespielt und mit bodenständigem Humor vom Leiter präsentiert.

xeiro ag