Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Moulin Rouge – Le grand Bal

Festlichkeit machte sich am letzten Samstag schon im Gewölbekeller des Gasthofs «Löwen» breit: Ein Trio mit Akkordeon, Bass und Gitarre spielte passend zum Motto «Le grand Bal» französisch orientierte Werke.

  • Ein Live-Orchester spielte bis halb zwei Uhr zum Tanz auf. Fotos: MAZ

  • Die Cancan-Tänzerinnen nützten den Raum voll aus, sehr zur Freude der Zuschauer.

  • Julia Schiwowa und Samuel Zünd gemeinsam auf der «Löwen»-Bühne.

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Dazu wurden Champagner und Gebäck offeriert. Das feine Nachtessen war dann gegen sieben Uhr angesagt, wo sich die 220 fein gekleideten Gäste an festlich geschmückten Tischen niederliessen, um sich an der angesagten «Trilogie Française» gütlich zu tun. Ihr folgte, hübsch arrangiert, Boeuf Braisé zu Gratin Dauphinois und Endive Belge. 

Grosses Orchester mit breitem Repertoire

Die Kammerphilharmonie Graubünden unter der Leitung von Sänger und Conférencier Samuel Zünd garnierte den Festschmaus in 14-köpfiger Besetzung vielfältig. Nebst französischen waren verschiedensprachige Titel aus der ganzen Welt zu hören. Nach der Laudatio von Sven Bleiker und Alain Chervet an die organisierende Jacqueline Sprenger ging es musikalisch los mit «Les Patineurs», «Mis Dach isch de Himmel vo Züri», «Ça c'est Paris», «La Mer» und «Sous les toits de Paris». Reichlich genährt, war man alsbald zum Tanz eingeladen, die Tanzfläche im Nu voll besetzt. 

Titel verschiedener Provenienz erklangen, so etwa «Ich küsse Ihre Hand, Madame», «Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist», «I Scream – You Scream» und «Wiener Blut». Überlegen sang Samuel Zünd alles auswendig, seine gut geschulte Stimme gekonnt und dynamisch differenziert einsetzend. Das willige Ensemble folgte ihm motiviert.

Tanz-Crash-Kurs Walzer

Auf halb zehn Uhr war man traditionsgemäss zum Tanz-Crash-Kurs von Alexander Kotas eingeladen, welcher diesmal – im Foyer – dem Walzer gewidmet war. Unermüdlich engagierte sich der Tanzlehrer, den teilnehmenden Paaren korrekte Walzer-Schritte vorzuzeigen, welche gar nicht so einfach zu realisieren sind.

Die Tanzgruppe «The Catwalkers» bot etwas später im Saal – akustisch leider übersteuert – vor dem grossen Dessertbuffet (u.a. mit Fontaine au Chocolat und reicher Käseplatte) nach zwei englischen Titeln eine Cancan-Show, dem Publikum zur Freude das Parkett voll ausnützend. Während darauf Samuel Zünd mit seinen Musikern einen weiteren Block Tanzmusik bot, waren im Gewölbekeller u.a. französiche Chansons mit der Sängerin Julia Schiwowa und ihrer zum Apéritif musizierenden Band zu hören. Überaus gekonnt setzte sie ihre modulationsfähige Stimme vielfarbig ein, den Inhalten den passenden Schmelz verleihend. 

Der danach angesezte Mitternachtsschmaus fand regen Zuspruch, die bis halb zwei zu Samuel Zünds Musik-Darbietungen tanzenden Besucher kamen so zu vollem Genuss, die letzten Gäste verliessen begeistert erst kurz nach zwei Uhr die Räume des «Löwen».

xeiro ag