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Morgen ist Valentinstag

Viele behaupten, die Blumenhändler hätten den Valentinstag erfunden. Aber das stimmt nicht: Es gab ihn schon vor mehr als 2000 Jahren. Die alten Römer waren nämlich die ersten, die den «Tag der Liebe» vom 13. bis 15. Februar sogar drei ganze Tage lang feierten und dabei eine Liebeslotterie veranstalteten.

  • Rosen mögen keine Zugluft und kein eiskaltes Wasser. Foto: MAZ

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Dann kam das Christentum. Und dieses machte dem lockeren Tun ein Ende. Die Kirche nannte den Tag «Valentinstag», weil in der Zwischenzeit die Namenstage entstanden waren und der 14. Februar dem Heiligen Valentin gewidmet war. Zum Glück brachte man den «Valentinstag» später wieder mit der Liebe in Verbindung. Heute ist er in weiten Teilen der Welt bekannt, und überall stehen Blumen im Vordergrund.

Bis elf Stück kann man zählen

Indes: Wie viele Rosen schenkt man denn nun – immer eine gerade oder immer eine ungerade Anzahl? Hier gilt folgende Regel: Lange Zeit glaubte man, dass nur eine ungerade Anzahl Blumen salonfähig sei. Diese Tradition stammt aus Frankreich. Früher wollte man damit beweisen, dass die Blumen nicht auf dem Markt gekauft worden waren. Während man dort die Blumen nämlich immer in gerader Anzahl anbot, verkauften sie die Blumengeschäfte in ungerader. Heute gilt der Brauch, eine ungerade Anzahl Blumen zu schenken, nur dann, wenn die Blumen auf den ersten Blick zählbar sind. Ab elf Blumen (oder bei einem gebundenen Strauss) wird es schwierig. Deshalb fühlen sich Konsumenten und Floristen da frei.

Das «Dutzend Rosen» gilt international auf jeden Fall immer als der Geschenkklassiker. Und auch das Gros, also zwölf Dutzend Rosen, wird von schwer Verliebten nicht selten geordert.

Rosen als Symbol der Verschwiegenheit

Bei den Römern stand die Rose auch als Zeichen von Geheimnis und Verschwiegenheit. Sie verwendeten die Redensart «sub rosa dictum», was wörtlich übersetzt «unter einer Rose gesagt» und sinngemäss so viel wie «jetzt mal ganz unter uns» bedeutete. Dies, weil die Rose seit uralten Zeiten als Symbol der Verschwiegenheit gilt, symbolisiert doch die fünfteilige Blütenanordnung das Pentagramm und damit das Geheimnis. Wenn deshalb im antiken Rom bei geheimen Besprechungen eine Rose an die Decke oder im späteren Europa eine frische Rose an die Tür des Stadtrates gehängt wurde, wussten alle Anwesenden, dass man über das Gesagte zu schweigen hatte. An diese Art von Abkommen erinnern auch die Stuckrosen an den Decken von Rathäusern oder in Form von Schnitzkunst an alten Beichtstühlen in christlichen Kirchen. In London ist es sogar heute noch Brauch, ein Schwert auf einen mit Rosen übersäten Tisch zu legen, wenn der Rat zur Wahl des Lord Mayor zusammentritt.

Damit die Rosen möglichst lange halten

Und wie sorgt man dafür, dass die Rosen besonders lange halten?

• Falls man sie nicht einstellfertig erhält, entfernt man alle Blätter, die beim Einstellen bis ins Wasser reichen würden.

• Schneiden Sie die Stiele einzeln mit einem scharfen Messer an (nicht mit der Schere!) Machen Sie einen langen, schrägen Schnitt.

• Wählen Sie eine absolut saubere Vase, die genügend hoch ist. Rosen müssen mindestens bis zur Hälfte des Stiels im Wasser stehen.

• Stellen Sie die Blumen in kühles, aber nicht eiskaltes Wasser ein.

• Geben Sie Frischhaltemittel ins Vasenwasser, aber verwenden Sie stattdessen nicht etwa Zucker oder ähnliches. Letzteres beschleunigt die Fäulnis.

• Suchen Sie einen möglichst kühlen, zugfreien Standort. Falls das tagsüber nicht möglich ist, gönnen Sie Ihren Rosen wenigstens während der Nacht einen kühlen Platz.

• Schlechte Standorte sind: Pralle Sonne, Nähe zu Heizkörpern oder Früchten, hinter Fensterscheiben.

• Falls Frischhaltemittel im Vasenwasser ist, füllen Sie täglich Wasser nach.

• Wenn Sie kein Frischhaltemittel verwenden, sollten Sie das Wasser täglich wechseln.

• Schneiden Sie bei dieser Gelegenheit die Rosen frisch an und reinigen Sie die Vase.

Apropos Vasen-Reinigung: Die Vase muss wirklich keimfrei sein und sollte auch keine Seifenrückstände aufweisen. Reinigen Sie deshalb Vasen wenn möglich im Geschirrspüler. Tipp: Kukident oder Corega Tabs eignen sich ebenfalls. Einfach eine Tablette mit frischem Wasser in die Vase geben, über Nacht einwirken lassen und spülen.

xeiro ag