Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Mobilfunkantenne in der Familienzone

Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen, die sich dieser Tage in Meilen zuträgt.

An der General-Wille-Strasse in Feldmeilen werden gutnachbarschaftliche Werte gelebt, und an der Gemeindeversammlung vom letzten September ist man für die gemeinsamen Interessen zusammengestanden.

Doch siehe da: Da wird von der Swisscom ein fünfstelliger Betrag pro Jahr in Aussicht gestellt für die Installation einer Mobilfunkantenne auf dem Dach, und schon gehen die «guten Werte» zugunsten des Mammons vergessen. Während die Begünstigten von der Strahlenbelastung (nachzuschauen auf dem Bauamt Meilen) kaum betroffen sind, ist die gesamte nähere Umgebung, welche zu einem grossen Teil von Familien mit kleinen Kindern bewohnt wird, einer direkten maximalen Strahlenbelastung ausgesetzt (siehe Bauamt Meilen), bei welcher die Strahlung der angrenzenden Zuglinie noch nicht einmal mitberücksichtigt wurde. 

Auf Kosten anderer eine Antenne mitten in einem Wohngebiet auf das Dach zu stellen, ohne zu wissen, ob es für die Nachbarn mit maximaler Strahlenbelastung gesundheitsschädigend ist (von der Wertminderung der Wohnungen spreche ich erst gar nicht), entbehrt nicht nur jeglicher sozialer Grundgesinnung und Rücksichtnahme, es steht auch für den Verfall sämtlicher gutnachbarschaftlichen Werte. 

Wir, die Familien im Bereich Feldgüetliweg/General-Wille-Strasse, hoffen nun auf eine Ablehnung des Bauvorhabens seitens der Gemeinde Meilen, die uns an der Gemeindeversammlung vom letzten September versprochen hat, bei den Baubewilligungen von Antennen mit Bedacht und grosser Sorgfalt vorzugehen. 

Selbstverständlich ist mir bewusst, dass wir alle auf Mobilfunkempfang angewiesen sind. Eine Antenne jedoch mitten in einem Familienquartier aufzustellen, ist absolut inakzeptabel. Gerade im eher ländlichen Feldmeilen gäbe es mit Sicherheit optimalere Standorte, an denen niemand einer direkten Strahleneinwirkung ausgesetzt wäre.

xeiro ag