Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Mit zwei Ellen gemessen?

Wenn man vom Dorf auf der Rainstrasse nach Feldmeilen spaziert, kommt man vor dem «Hecht» am Gelände vorbei, das früher die Stöckenweid gepachtet hatte. Als diese ihren Pflanzplätz aufgab, pachtete ein seit vielen Jahren in Meilen wohnhafter Italiener einen Teil davon. Schon bald zäunte er sein Gelände mit einem wunderschönen, weissen Lattenzaun ein. Spazierte man daran vorbei, fühlte man sich fast im Süden.

Eines schönen Tages aber musste dieser Zaun auf Weisung weg und durch einen hässlichen Drahtzaun ersetzt werden. Ich denke, das wird seit Berechtigung gehabt haben. Was aber jetzt seit Monaten 20 Meter weiter unten auf derselben Wiese passiert, ist meines Erachtens mehr als fraglich. Da finden Erdbewegungen statt, und seit längerer Zeit wird ein Gebäude ganz massiv umgebaut. Von aussen betrachtet erweckt es den Eindruck, als könnte es ganzjährig bewohnt werden. Da fahren Lieferwagen, Montageautos usw. hin und her, und es entstand ein richtiges Haus, wohl klein, aber gross genug. 

Da frage ich mich schon, wie dies erlaubt sein kann? Der eine muss seinen Zaun entfernen, und der andere darf ein Haus bauen? Schaut hier unsere Gemeinde einfach weg und misst sie mit zwei Ellen? 

 

xeiro ag