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Meilen unterliegt Unterstrass

In einem anfangs vielversprechenden Spiel gaben am vergangenen Sonntag die Meilemer Handballer in der zweiten Halbzeit die Partie aus der Hand und verloren deutlich mit 30:21.

Obwohl der TV Unterstrass in der Tabelle einige Ränge vor Meilen liegt, haben die Seebuben in dieser Saison schon einmal bewiesen, dass auch dieses schnelle und junge Team geschlagen werden kann.

Beim 27:26-Heimsieg Ende Dezember hatte nicht zuletzt Torhüter Manu Votapek dafür gesorgt, dass Meilen mit einer starken Teamleistung den Sieg davontragen konnte. Am vergangenen Sonntag stand nun das Rückspiel in der Blumenfeld-Halle in Affoltern an. 

Die Meilemer waren fast vollzählig angerückt und überzeugt, auch diesmal den Zürchern zwei Punkte abzuknöpfen. Das Spiel begann vielversprechend, und obwohl zunächst Unterstrass punkten konnte, blieben die Seebuben dem Gegner stets dicht auf den Fersen. Gerade Lukas Bürkli am linken Flügel sorgte immer wieder für sehenswerte Tore, und auch Fetah Murina hämmerte die Bälle ins Netz, als gäbe es nichts Leichteres. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Partie von Beginn weg hart und intensiv geführt wurde. Gegen die wieselflinken Gegner halfen nur voller Einsatz in der Defensive und engagiertes, druckvolles Spiel im Angriff. Zwischenzeitlich ging Meilen mit zwei Toren in Führung, verpasste es aber, diese weiter auszubauen, da Unterstrass immer wieder schnelle Gegenstosstore gelangen. Der Gegner spielte konstant, während sich Meilen immer wieder technische Fehler erlaubte.

Bald war die Führung wieder zunichte, und mit einem Zwischenstand von 14:12 ging es in die Kabine. 

Einen Rückstand von zwei Toren aufzuholen, ist im Handball keine allzu schwierige Aufgabe. Diese Partie war definitiv noch zu holen. Mit viel Selbstvertrauen ging es nach einer kurzen Verschnaufpause zurück aufs Feld. Doch Unterstrass machte innert zehn Minuten sämtliche Hoffnungen auf einen Meilemer Sieg zunichte. Mit viel Druck und Tempo erzielten sie ein Tor nach dem anderen, während die Seebuben so ziemlich gar nichts auf die Reihe brachten. Die technischen Fehler häuften sich, zu viele Bälle landeten neben dem Tor, und in der Defensive wurde nicht mehr richtig zugepackt. Der Rückstand wuchs von zwei auf acht Treffer.

Erst nach einem Timeout von Coach Schuler gelang Meilen beim Zwischenstand von 20:12 wieder ein Tor. Doch Unterstrass powerte weiter, und die Aufgabe, die Partie noch zu drehen, erschien mit jeder zerronnenen Spielminute noch unlösbarer. 

Die Schiedsrichter, die an diesem Abend wirklich bedenklich schwach pfiffen, trugen ihren Teil zur Meilemer Misere bei. Verschiedene Notbremsen der Gegner blieben mehr oder weniger ungestraft. Zehn Minuten vor Schluss war allen klar, dass dieses Spiel nicht mehr zu holen war. Trotzdem hielt Meilen zusammen und versuchte, das Beste aus dieser Partie zu machen. Doch nach 60 Minuten kam es, wie es kommen musste: Die Sirene besiegelte die Niederlage beim Endstand von 30:21 – eine sehr bittere Niederlage, weil an diesem Sonntagabend wirklich mehr dringelegen hätte. 

Die Seebuben können es besser, und das wissen sie. Jetzt muss eine Steigerung kommen, denn es stehen drei wichtige Spiele an, aus denen sechs Punkte resultieren müssen: Am 29. Februar gegen Witikon, am 8. März gegen Würenlingen und am 14. März gegen den Erzrivalen Stäfa. Konzentrieren sich die Meilemer wieder auf das Kerngeschäft, den simplen, schnörkellosen Handball, liegt noch viel drin in dieser Saison. 

xeiro ag