Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Meilen erzittert sich ein Remis

In einem zähen Spiel gegen die SG GC Amicitia/Albis Foxes am vergangenen Samstag konnten die Meilemer Handballer ihre Fähigkeiten nicht wirklich unter Beweis stellen und kamen nicht über ein Unentschieden (24:24) hinaus.

  • Die Meilemer Handballer, hier Gjin Lasku, wussten die Niederlage mit allen Mitteln zu verhindern. Foto: zvg

1/1

Dass die Zürcher Spielgemeinschaft von GC Amicitia und den Albis Foxes ein unangenehmer Gegner ist, war den Seebuben schon vor dem Spiel bewusst. In der vergangenen Saison hatten die Meilemer in der Saalsporthalle wohl das erniedrigendste Spiel der Vereinsgeschichte über sich ergehen lassen müssen. 

Aber in dieser Saison sieht die Situation anders aus: Meilen dümpelt nicht am Tabellenende vor sich hin, sondern mischt im vorderen Mittelfeld der Tabelle aktiv mit, punktgleich mit den Zürchern. Und: Die Seebuben haben einen Lauf, die letzten drei Ligaspiele haben sie allesamt gewonnen. 

So war man sich schon im Vorhinein sicher, dass auch an diesem Samstagabend die zwei Punkte in der Allmend bleiben würden. Doch schon in den ersten Minuten des Spiels zeigte sich, dass sich die Seebuben zu früh gefreut hatten. Danilo Graf hatte zwar in der dritten Minute zum 1:1 ausgeglichen, doch davon abgesehen lief hier rein gar nichts für die Meilemer. In der Defensive war man zu passiv und liess dem Gegner Raum für einfache Tore. Im Angriff war man unkonzentriert, leichtsinnig und schloss wiederholt zu früh ab.

Auch die Torumrandung vereitelte mehrere Meilemer Torchancen. Erst nach rund 10 Minuten erzielte Stefan Geissmann den nächsten Treffer zum 2:4. Obwohl auch der Gegner nicht wirklich gut spielte, war er effizienter im Abschluss und schien nicht gewillt, seine Führung aus der Hand zu geben. Den zahlreichen Zuschauern auf der Tribüne bot sich ein trauriges Bild: Zwei lustlose Mannschaften spielten lustlosen Handball, für Emotionen sorgte höchstens das Schiedsrichterduo mit seinen Fehlentscheiden. Mit dem Zwischenstand von 10:14 ging es in die Pause. 

Coach Bruno Schuler hatte nun die schwierige Aufgabe, seine Mannschaft wachzurütteln. Tatsächlich schienen der Pausentee und die flammende Rede des Coachs Wirkung zu zeigen. Die Seebuben schienen nun sichtlich gewillt, hier noch etwas zu bewirken. Das zeigte sich insbesondere in der Defensivleistung der Meilemer: Die Gegner hatten zunehmend Mühe, die gelben Reihen zu durchbrechen und scheiterten wiederholt am Torhüter Manu Votapek. Derweil kämpfte man sich im Angriff Schritt für Schritt zurück. Durch die Vorarbeit von Fetah Murina und Gjin «Karabatic» Lasku konnte Danilo Graf in der 42. Minute per Siebenmeter zum 16:16 ausgleichen. Und kurz darauf ging Meilen durch Lukas Bürkli erstmals in Führung. Jetzt war sie da, die Chance auf den Sieg! 

Doch die Zürcher Füchse dachten noch lange nicht ans Aufgeben und bewiesen, wie hartnäckig sie sind. Sie blieben den Meilemern dicht auf den Fersen und schafften immer wieder den Ausgleich. Dann, zwei Minuten vor Schluss, Zeitstrafe gegen Meilen und sogleich der Doppelschlag durch die Zürcher zum 23:24. Innert weniger Sekunden war die Hoffnung auf den Sieg zunichte gemacht. Jetzt galt es nur noch, mit allen Mitteln die Niederlage abzuwenden. Obwohl der Gegner nun alles nach vorne warf, fand der Ball seinen Weg in die Hände von Lukas Bürkli, der die nötige Coolness bewies und dreissig Sekunden vor Schluss seinem Team den Ausgleich bescherte. Dabei blieb es dann auch, und die Seebuben hatten sich mit viel Glück noch einen Punkt gesichert. 

Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen, denn bereits heute Freitag steht um 20.30 Uhr in der Allmend die Partie gegen Effretikon an. 

xeiro ag