Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Meilen erfüllt die Pflicht gegen Volketswil

Mit einem 27:21-Sieg gegen den Tabellenletzten holt sich Meilen zwei wichtige Punkte. Die Seebuben zeigen eine solide Leistung, aber ohne zu brillieren.

Am vergangenen Freitagabend stand nach der Auswärtsniederlage gegen Stettbach wieder ein Heimspiel an. Der Gegner: Tabellenschlusslicht Volketswil. 

Im September hatten die Seebuben diese Mannschaft zwei Mal innert einer Woche deutlich besiegen können. Jetzt wollte man das Triple vollmachen. Ein Sieg gegen dieses Team war Pflicht, auch weil man dringend Punkte braucht, um sich weiter von den hinteren Tabellenrängen abzusetzen und die Barrage zu verhindern. Allen war klar, dass Volketswil ein unangenehmer, bissiger Gegner sein kann, der auch mal an die Grenze der Fairness geht, um ein Spiel zu drehen. 

Unbeirrt starteten die Seebuben druckvoll in die Partie. Dank vier Treffern vom am Flügel wirbelnden Lukas Bürkli und einem Tor von Patrik Gloor lag Meilen nach acht Minuten mit 5:2 Toren vorne. Doch die Heimmannschaft verpasste es, den Druck hochzuhalten und musste nach rund einer Viertelstunde den Ausgleich hinnehmen. Vor allem in der Defensive zeigten sich jetzt Mängel, Volketswil kam viel zu einfach zu Torchancen, während Meilen vorne den Ball nicht ins Tor brachte. Irgendwie brannte das Meilemer Feuer nur auf Sparflamme, so richtig Bewegung wollte nicht in dieses Spiel kommen. Doch als Volketswil nach 20 Minuten ein Time-Out einlegte, kippte bei den Seebuben der Schalter. Jetzt wurde hinten wieder richtig zugepackt; bis zur Pause liess man nur noch zwei Gegentore zu. Gleichzeitig bauten die Meilemer die Führung auf ganze sieben Tore aus, unter anderem dank Treffern von Asmir Muric, Ueli Ehrbar, Severin Ochsenbein und Fetah Murina. So ging es mit dem verdienten Zwischenstand von 17:10 in die Pause. 

Jetzt lief die Sache rund, Meilen hatte das Spiel in der Hand. Man nahm sich vor, nach der Pause die Tordifferenz weiter auszubauen. Das klappte zunächst ganz gut: Fünf Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit lagen die Seebuben bereits mit neun Toren vorne. Aber plötzlich herrschte wieder Flaute in der Allmend. Es häuften sich die technischen Fehler, welche Volketswil in Gegenstosstore ummünzen konnte. Auch wenn Meilen nach wie vor stark verteidigte, kämpfte sich Volketswil langsam wieder heran. 

Nach rund 50 gespielten Minuten war die Führung wieder auf nur vier Tore geschmolzen. Die Gegner spielten nun gehässig, und auf beiden Seiten häuften sich die Fouls und Zeitstrafen. Sollte es doch noch einmal hektisch und spannend werden? Nein – zum Glück sind die Meilemer klug genug, um gegen eine Mannschaft wie Volketswil einen solchen Vorsprung zu verwalten. Man schaffte es, sich von den stichelnden Gegnern nicht provozieren zu lassen. Und mit Manu Votapek stand ein sicherer Wert zwischen den Pfosten, der gerade in dieser Spielphase zahlreiche Würfe parieren konnte. In der Schlussphase drehte dann vor allem Fetah Murina noch einmal auf, und erzielte drei schöne Tore. Als dann Torhüter Simi Tremp noch einen Siebenmeter parierte, gab es für Volketswil nichts mehr an der Niederlage zu rütteln.

Meilen holte sich mit dem Schlussresultat von 27:21 den Pflichtsieg, auch wenn sich das Ganze etwas zäher als gedacht abspielte. Dank diesen zwei Punkten ist man in der Tabelle wieder gleichauf mit dem Erzrivalen aus Stäfa. Das Ziel ist klar: Die Saison muss vor Stäfa abgeschlossen werden. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Die Seebuben sind noch nicht ganz in dieser Rückrunde angekommen. 

Jetzt haben sie rund drei Wochen Zeit, um wieder fokussiert zu trainieren und die Grundlage für den Rest der Saison zu legen. Und dann wartet am 23. Februar mit Unterstrass ein starker Gegner – den Meilen aber in dieser Saison schon schlagen konnte. Diesmal soll es nicht anders werden!

xeiro ag