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Meilemer schlagen sich gegen Küsnacht wacker

Bei der 18:31-Niederlage gegen Küsnacht vom 14. Dezember bewiesen die Seebuben Kampfgeist und Teamspirit, auch wenn sie nicht den Hauch einer Chance hatten.

  • Lukas Bürkli wird vom Gegner hart bedrängt. Foto: zvg

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Leider muss es sein, auch wenn jeweils keine wirkliche Aussicht auf den Sieg besteht: Zweimal pro Saison heisst der Gegner der Seebuben HC Küsnacht – eine Mannschaft, die mit all ihren ehemaligen Profis und Halbprofis eigentlich viel zu stark ist für die 2. Liga, sich aber vehement weigert, in die 1. Liga aufzusteigen. 

An diesem Samstagabend stand also in der heimischen Allmend die erste von zwei Partien gegen die Küsnachter an. Die Vorzeichen waren nicht wirklich rosig; die Verletztenliste der Seebuben ist länger als die Auswechselbank. Während die Invaliden auf der Tribüne also schon ihr Bier schlürften, trat unten auf dem Feld der noch (mehr oder weniger) spielfähige Rest des Teams gegen die hünenhaften Küsnachter an. Trotz allem wollte man nicht klein beigeben, sondern den Kampf annehmen und eine solide Leistung abliefern. 

Erwartungsgemäss gerieten die Seebuben bald in Rückstand, weil die Küsnachter ihre Chancen sehr effizient verwerteten. Auf Meilemer Seite haperte es zunächst mit der Effizienz: Vier Tore nach 15 Minuten sind eine magere Bilanz. Doch statt sich unterkriegen zu lassen, startete man wacker einen Angriff nach dem anderen und versuchte in der Defensive so gut wie möglich, das Küsnachter Spiel zu stören. Mit dem Halbzeitresultat von 9:15 konnte man sich durchaus zufriedengeben.

In der kurzen Verschnaufpause wurden noch einmal gute Vorsätze gefasst, bevor es wieder losging. Doch die Seebuben erwischten einen schlechten Start in die zweite Halbzeit. Man liess die Gegner relativ ungehindert ihr Spiel spielen und lag zehn Minuten später bereits mit neun Toren zurück. Die Meilemer gaben nicht auf und hielten weiterhin dagegen. Sie liessen sich von der Übermacht der Gegner nicht beirren und zeigten immer wieder schönen Handball oder schnelle Gegenstösse. 

Patrik Gloor kämpfte sich wie ein Löwe durch die gegnerische Defensive und erzielte sechs sehenswerte Tore. Goalie Manu Votapek überzeugte zwischen den Pfosten und konnte zwei Siebenmeter parieren; und Asmir Muric zeigte mehrere schöne Aktionen am Kreis. Obwohl allen bewusst war, dass die Partie längst verloren war, bewiesen die Seebuben bis zum Ende Kampfgeist und Teamspirit. So war auch niemand wirklich enttäuscht, als nach 60 Minuten das Schlussresultat von 18:31 feststand. Man hatte die Pflichtübung gegen Küsnacht absolviert, ohne sich wie gegen Effretikon blamiert zu haben. Jetzt gilt: Abhaken und nach vorne schauen.

xeiro ag