Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Mehr Nachteile als Vorteile

Eine kritische Betrachtung der geplanten Begegnungszone in Dorfmeilen zeigt mehr Nachteile als Vorteile. Für die Fussgänger wird der heutige Zustand nur wenig verbessert.

Mit Bäumen und diversen anderen Massnahmen respektive Schikanen wird der rollende Verkehr behindert und auf eine Geschwindigkeit von 20 km/h gedrosselt. Die Fahrbahn wird zur Schlangenlinie und auf 5,4 Meter verengt. Zwei grössere VZO-Busse können kaum mehr kreuzen, ohne auf den Fussgängerbereich auszuweichen. 

Die 7000 Fahrzeuge pro Tag in 12 Tagesstunden ergeben zehn Fahrzeuge pro Minute! Das sind im Durchschnitt fünf «Begegnungen»! Bevor diese Zahl durch wirksame Massnahmen reduziert werden kann, ist eine bessere Lösung für das jetzige Verkehrsregime der Dorfstrasse eine Augenwischerei.Vorschläge für einen Einbahnverkehr in Richtung Zürich (exklusive Ortsbus, vgl. Bericht zur öffentlichen Auflage, Einwendungen Nr. 3 und 4) wurden mit wenig überzeugenden Begründungen abgeblockt. Auch die Verlegung der Busroute 921 auf die Seestrasse wurde mit der fraglichen Begründung von zu grossen finanziellen Aufwendungen abgetan (Einwendung Nr. 27).

Die total 108 Einwendungen und zahlreichen Leserbriefe im Meilener Anzeiger belegen, dass niemand – ausser den Projektverfassern – mit dieser «kosmetischen» Aufwertung unseres Dorfkerns richtig zufrieden ist. Das beste Make-up macht leider aus einem Mauerblümchen keine Diva!

Wird das jetzige Projekt durchgezogen, ist der Dorfkern auf lange Zeit verbaut. Für eine bessere Aufwertung unseres Dorfkerns in der Zukunft ist jetzt eine Ablehnung oder Zurückweisung des Projekts erforderlich. Teilen Sie diese Meinung, kommen Sie am Montag, 4. März um 20 Uhr in den «Löwen» an die Gemeindeversammlung.

 

xeiro ag