Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Mehr als nur ein Vertrag

An der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung vom Mittwoch, 18. September geht es um die Genehmigung des Baurechtsvertrags zwischen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Meilen und der Gewomag für das Grundstück Stelzen.

Hier werden die Weichen für eine wichtige ortsbauliche und soziale Entwicklung in Meilen gestellt. Nach insgesamt drei abgelehnten Projekten für Kirchgemeindehäuser bzw. kirchennahe Nutzungen auf dem Grundstück Stelzen musste das Areal 2014 per Entscheid der Bezirkskirchenpflege aus dem Verwaltungs- ins Finanzvermögen überführt werden. Das Ziel einer gemeinnützigen Nutzung blieb für die Kirchenpflege dennoch weiterhin ausser Zweifel. 

Es lag gerade deshalb auf der Hand, mit der Gewomag in Kontakt zu treten, um ein entsprechendes Vorhaben anzugehen. Als nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft, an welcher die politische Gemeinde eine Mehrheitsbeteiligung hält, verfolgt die Gewomag nämlich dieselben Ziele wie die Kirchgemeinde, insbesondere im vorliegenden Fall.

Kostengünstig wohnen und arbeiten

Das Zusammengehen von Kirchgemeinde und Gewomag für die Überbauung des zentral gelegenen Grundstücks Stelzen ist die folgerichtige Antwort auf das Anliegen, kostengünstigen Wohn- und Gewerberaum dort zu erstellen, wo die Wege zu Geschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Schulen kurz und hindernisfrei sind. 

Solche Angebote sind sowohl für Familien wie auch für Personen aller Altersgruppen attraktiv und sehr gesucht. Altersdurchmischtes Wohnen, wie hier beabsichtigt, ist ein wertvoller Beitrag, um die Zusammengehörigkeit der Einwohner zu vertiefen. Für ein nachhaltiges Einlösen dieser Absichten sehen sich Kirchgemeinde und Gewomag gleichermassen als Garant. 

Sinnvolle Ausschöpfung von Baulandreserven 

Es mag bedauert werden, dass die Stelzenwiese einer Überbauung weichen muss. Wenn man sich aber dafür einsetzt, die Ausdehnung der Siedlungsflächen zu bremsen, ist die Ausschöpfung von Bauland- und Nutzungsreserven ein Gebot der Zeit. So kann die zusätzliche Erstellung von Strassen und Versorgungs-Infrastruktur mit all ihren negativen Folgen für Umwelt und Kosten eingedämmt werden. Nicht zu vergessen ist auch der damit einhergehende Erhalt von Kulturland. Die Schaffung von Wohn- und Gewerberaum innerhalb des Ortes ist also ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur immer wieder geforderten Nachhaltigkeit. 

Ausserordentliche evangelisch-reformierte Kirchgemeindeversammlung, Mittwoch, 18. September, 20.00 Uhr, reformierte Kirche Meilen.

 

xeiro ag