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Medaillensegen an den kantonalen Finalwettkämpfen

An den beiden vergangenen Wochenenden fanden sowohl die Zürcher Finalwettkämpfe der Junioren- als auch der Elite-Schützen statt. Der Fleiss der Meilemer wurde belohnt, ganze zehn Medaillen konnten sie ergattern.

  • Marie Alich im Albisgütli auf dem Weg zur Silbermedaille. Fotos: zvg

  • Luca Serravalle mit der Goldmedaille aus der Stehendkonkurrenz.

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Zum Ende des Jugendkurses lädt der Zürcher Schiesssportverband die Jugendlichen zum – für viele der Kursteilnehmer ersten – Wettkampf in fremder Umgebung. So traten die jungen Meilemer am letzten Samstag in der Probstei in Schwamendingen an und zeigten ihr Können. 

Mit Jessica Ochsner als Siegerin der Kategorie liegend frei U15, Marie Alich als doppelte Bronze-Gewinnerin in den Kategorien liegend frei und kniend U17 sowie Luca Serravalle als Sieger in der Kategorie stehend U17 war dabei die Meilemer Bilanz mehr als erfreulich. 

Eine Woche zuvor, an den kantonalen Matchmeisterschaften im Albisgüetli, war die Bilanz nicht weniger erfreulich. Das Finalwochenende begann am Freitagabend mit dem Zweistellungsmatch und den ersten beiden Silbermedaillen für Marie Alich bei den Junioren – es waren notabene Maries erste Kantonalmeisterschaften – und Caspar Huber bei der Elite. Am Samstag folgte der Liegendmatch, wo sich Caspar Huber bei besten Schiessbedingungen mit einem grossartigen Match (622.2 Punkte, Maximum bei 654.0 Punkten, Schweizerrekord 629.4) die Silbermedaille sichern konnte. Ebenfalls die Silbermedaille errang Nicolas Stoessel vom Schützenverein Meilen in der Disziplin Pistole 50m. 

Am Sonntag folgte dann mit dem Dreistellungsmatch Gewehr 50m die Königsdisziplin. In jeder Stellung, zuerst kniend, dann liegend und schliesslich stehend, wurden 20 Schüsse geschossen. Schliesslich folgte der Final, wo die acht Besten der Qualifikation nochmals in jeder Stellung 15 Schüsse schiessen, wobei im Stehend dann nach und nach die- oder derjenige mit dem tiefsten Total ausscheidet. 

Hier soll noch erwähnt sein, dass im olympischen Dreistellungsmatch, der über dreimal 40 Schuss führt, eben der Schweizer Schütze Jan Lochbihler mit sagenhaften 1188 Punkten (von 1200 möglichen Punkten) einen neuen Weltrekord aufgestellt hat. 

Nun gut, in Zürich war das Niveau nicht ganz so hoch, doch auch hier war der Final ausserordentlich spannend. Ein klein wenig vor Stephan Martz, dem nachmaligen Bronze-Gewinner, boten sich primär Caspar Huber und Jürg Ebnöther aus Dielsdorf ein Duell, in welchem sie die Führung immer wieder tauschten. Fünf Schuss vor Schluss, 0.1 Punkt Vorsprung für Jürg, dann 0.1 Vorteil für Caspar und wieder zurück zu Jürg. Doch dann, im zweitletzten Schuss, gelang es Caspar, den entscheidenden Vorsprung zu realisieren. Ein kleiner Fehler von Jürg, eine 7.4, ein Raunen durch die Zuschauerränge, und wie üblich spannt Caspar alle auf die Folter, alle Blicke auf ihn gerichtet – 10.8. Diese Führung liess er sich nicht mehr nehmen und gewann den Match.  

Vollständige Ranglisten:

www.sportschuetzen-feld-meilen.ch

xeiro ag