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Lions schlagen den Leader

Die Lions gewannen eine verrückte Partie im letzten Drittel trotz klar ersichtlicher Überlegenheit von Schaffhausen. Die beiden Kontrahenten wechselten damit die Tabellenplätze.

Während die Lions in den Startminuten des Spitzenkampfes gegen die Kadetten UH Schaffhausen am 11. Januar in Egg eine gute Figur machten und sich einige Chancen erarbeiteten, wurden sie gegen Ende des ersten Abschnitts zunehmend zahmer. Die Kadetten standen nämlich nicht nur stramm in der Defensive, sondern gewannen subjektiv fast alle Laufduelle und somit den Grossteil der Zweikämpfe. Dies widerspiegelte sich schliesslich auch in einer klaren Ballhoheit für die Nordschweizer. Keine der drei gelbschwarzen Linien schien Mittel zu finden, das Schaffhauser Bollwerk zu knacken, welches übrigens in den sechs Spielen der Hinrunde gerade mal rekordverdächtige 11 Tore kassierte!

Zu Beginn des zweiten Drittels dann der erste Schock für die Löwen: Gleich einer der ersten Abschlüsse Schaffhausens kullerte ins Netz. Man brachte den Ball nicht weg, liess dem Gegner zu viel Raum und es hiess 0:1. Weiterhin verlief die Partie zäh, die Kadetten hatten stets mehr Ballbesitz, und die Lions kamen nicht so recht in Schwung, was die Offensive anbelangte. Ein Wechsel in den Flügelreihen nach 30 Minuten sollte nun Besserung bringen.

Die Schaffhauser wurden zunehmend etwas ungeduldig, da sie ihre Chancenhoheit einfach nicht in Tore umwandeln konnten. So schafften es die Zürcher von der Goldküste nun immer mehr, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Die Abschlüsse häuften sich. Pfenninger spielte Hartmann halbhoch im Slot an, welcher mit dem Ball irgendetwas machte und schon jubelte, bevor die Schaffhauser Hintermannschaft überhaupt wusste, wo das runde Weisse eigentlich war. Nämlich im Eckigen. 1:1!

Dieser Treffer war der Startschuss für die Löwen, welche nun das Momentum vollends versuchten auf ihre Seite zu bringen. Wegen einer Strafe gegen Schwarzgelb allerdings wurde es plötzlich wieder brenzlig vor dem Tor von Luca Scheu. Wie tapfere Feuerwehrmänner löschten die Lions aber sämtliche Brände, die durchs Überzahlspiel der Gegner ausbrachen. Dabei bewegte sich die Verteidigung immer wieder am Rande der Legalität, die Schiedsrichter liessen jedoch alles zu.

Nach einem ungenutzten Powerplay ist gemäss einem ungeschriebenen Gesetz jeweils das andere Team wieder dran mit Chancen. Und siehe da, dieselbe Linie konnte nochmals zuschlagen. Liechti spielte auf Hartmann, der den Ball mit einer feinen technischen Einzelleistung irgendwie am Torhüter vorbei zirkelte. 2:1!

Die Halle tobte nun, Schaffhausen machte noch mehr Druck und musste mehr risikieren. Dies kam dem pfeilschnellen Schüssler gerade recht, welcher den Ball stibitzen konnte und allen davoneilte zum 3:1. Die Kadetten waren bedient und versuchten nun während dem Timeout den Schock zu verdauen und die Strategie für die letzten zwei Minuten festzulegen. Doch auch mit sechs Feldspielern gelang dem Leader nichts Zählbares mehr.

xeiro ag