Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Liebe Meilemerinnen und Meilemer

Die Welt ist aus den Fugen. Noch vor wenigen Wochen war Corona weit weg; heute hat die Krise aufgrund der pandemischen Ausbreitung von COVID-19 den ganzen Erdball im Griff. Jeder Staat ergreift zum Teil sehr drastische Massnahmen. So hat auch der Bundesrat am Montag, 16. März 2020 für die Schweiz die ausserordentliche Lage ausgerufen. Wir befinden uns im Notstand.

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Niemand von uns weiss, was das für uns alle wirklich bedeutet und niemand weiss, was alles noch auf uns zukommt. Ob die ergriffenen Massnahmen richtig oder falsch sind, ob sie zu weit oder zu wenig weit gehen und ob sie zur richtigen Zeit oder zu spät eingeleitet wurden, wissen wir auch nicht. Es ist müssig, jetzt darüber zu debattieren – später wird für einen Rückblick und fürs Ziehen von Lehren genügend Zeit sein.

Wichtig ist, dass wir alle mit grosser Disziplin den vom Bundesrat auferlegten Regelungen nachkommen. Die von übergeordneter Stelle verordneten Auflagen sind zu beachten, auch wenn dies unter allen Aspekten ganz viel von uns allen fordert. Es ist weder für Kritik oder Besserwissertum noch für Panik oder Hysterie Platz. Gefragt sind vielmehr Besonnenheit, Geduld, Selbstverantwortung und Solidarität.

Dem Gemeinderat ist der Ernst der Situation sehr bewusst und er weiss um die Sorgen in der Bevölkerung. Die Behörden und die Gemeindeverwaltung haben sich so organisiert, dass sie möglichst flexibel und möglichst sach- und bedarfsgerecht handeln können. In dieser ausserordentlichen Lage ist es auch besonders schön zu erleben, wie gut und schnell die Schule und die Gemeindeverwaltung sowie alle angegliederten Betriebe auf die neue Lage reagiert haben. Und es freut mich und macht mich für Meilen stolz, beobachten zu dürfen, wo überall private Initiativen entstehen zur Nachbarschaftshilfe. 

Die Hilfsbereitschaft und die Solidarität der Meilemerinnen und Meilemer werden ganz viel zur Bewältigung der Krise beitragen. Die durch das Virus auferlegte Lebenssituation ist für uns alle sehr ungewohnt und schwierig. Umso wichtiger ist es, dass wir füreinander Verständnis haben und uns gegenseitig helfen – immer mit dem emp-fohlenen sozialen Abstand. Diesen Abstand kann man zur Vermeidung der Vereinsamung von Bevölkerungsteilen aber auch überwinden mit einem Telefonat, einem Videoanruf, einer E-Mail oder einer Postkarte.

Im Namen des Gemeinderats bedanke ich mich bei ihnen allen, liebe Meilemerinnen und Meilemer, für Ihr verantwortungsvolles und solidarisches Handeln. Und vor allem: Ich wünsche Ihnen eine gute Gesundheit!

Christoph Hiller, Gemeindepräsident

 

xeiro ag