Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Kein gutes Erbe für die Kinder

Zurzeit befindet sich die Welt im Umbruch. Natürlich stand sie auch vorher nie still, aber wir müssen lernen, mit den Ressourcen, die uns geblieben sind, verantwortungsvoll umzugehen.

Eine schwierige Sache, auch ich muss mich immer wieder an der Nase nehmen – täglich. Wir leben auf einem so hohen Niveau, dass ein Zurück kaum möglich ist. Aber das «Wie» können wir sicherlich optimieren. Das afrikanische Sprichwort «Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern», finde ich passend. Also schaue ich mir meine eigenen «kleinen Orte» und die «kleinen Orte» rund um mich herum etwas genauer an und versuche, im Kleinen mitzuhelfen.

Die geplante Überbauung der Weid in Obermeilen ist so ein «kleiner» Ort, für den wir «kleinen» Leute mit unserer Stimme das Gesicht der Natur erhalten können und somit ein Stückchen freie Natur für die nächste Generation.

Für mich entsprechen sich hier Kosten und Nutzen leider nicht. Die ganzen positiven Seiten eines momentanen Überbauens betreffen nur eine Handvoll Leute. Die Konsequenzen des Baus tragen dann aber ganz viele Menschen und auch die künftigen Generationen – sei es aus Sicht der Finanzen mit zusätzlicher Infrastruktur und Rückzahlungen oder aus Sicht der Ressourcen (Landreserve, Natur). Will ich dieses «Erbe» meinen Kindern hinterlassen?

Für mich ganz klar nein. Deshalb stimme ich nein zum Baurechtsvertrag mit der Stiftung Burkwil und wünsche der Stiftung, ihr Vorhaben an einem Ort umsetzen zu können, an dem keine grüne Wiese zum Opfer fallen muss. Ich hoffe, dass ich damit das Gesicht von Meilen unseren Kindern etwas besser hinterlassen kann und dieser kleine Teil ebenfalls ein wenig das Gesicht der Welt verändert.

 

xeiro ag