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Kantersieg gegen Würenlingen

Das tut gut: Die Seebuben fertigten Würenlingen am vergangenen Samstag mit 36:22 ab und sicherten sich die nächsten zwei Punkte. Erstmals in dieser Saison zeigten sie, was sie wirklich können.

Nachdem die Seedamen an diesem Doppelheimspiel-Abend mit einem Sieg vorgelegt hatten, war es an den Seebuben, noch einmal zwei Punkte draufzulegen. Der Gegner: ein Unbekannter. Meilen hat noch nie gegen Handball Würenlingen 1 gespielt, den Aufsteiger aus der 3. Liga. Entsprechend schwierig war es, dessen Fähigkeiten einzuschätzen, obwohl Coach Bruno Schuler ausgiebige Recherchen zum Aargauer Verein angestellt hatte.

Im Rahmen des Sponsorenanlasses hatten sich gefühlt 500 Fans auf der Tribüne versammelt – und sie alle wollten Meilen siegen sehen. Mit viel Elan starteten die Seebuben in die Partie und legten dank Toren von Fetah Murina und Lukas Bürkli gleich mit 2:0 vor. Aber auch Würenlingen war von Beginn weg wach und konnte bald ausgleichen. Während rund 15 Minuten lieferten sich die beiden Mannschaften einen harten Schlagabtausch auf Augenhöhe.

Als sich Fabian Neururer verletzte, befürchteten deshalb viele schon das Schlimmste. Da das Meilemer Lazarett stetig wächst, war auch die Auswechselbank eher dünn besetzt. Doch die Seebuben schienen durch den Rückschlag nur noch mehr angestachelt zu sein und legten jetzt erst richtig los. Insbesondere Severin Ochsenbein und Gjin «Karabatic» Lasku hämmerten mit allergrösster Präzision Ball um Ball ins Netz. Auch die Defensive stand jetzt bärenstark vor dem Tor. So zogen die Seebuben langsam aber sicher davon. Statt sich zurückzulehnen, wie man es in anderen Spielen getan hatte, drückte das Heimteam weiter aufs Gaspedal. Und so ging es nach 30 Minuten beim komfortablen Zwischenstand von 16:10 in die Kabine. 

Meilen war im Verlauf der ersten Halbzeit so richtig in Fahrt gekommen, spielte mit viel Konzentration und Selbstvertrauen. Würde jetzt noch der Einbruch kommen, würde man das Spiel wieder aus der Hand geben? Es wäre nur allzu typisch gewesen. Doch als Lukas «Ticho» Tischhauser den Ball vom linken Flügel im gegnerischen Kasten versenkte, war Meilen beim Stand von 21:12 bereits mit neun Toren vorne. Die Aargauer fanden kein Mittel gegen die knüppelharte Verteidigungslinie der Seebuben.

Die Meilemer Maschinerie lief wie geschmiert – Würenlingen hatte an diesem Abend schlicht und einfach keine Aussicht auf Erfolg. Die Seebuben machten auch in der Schlussphase keine Anstalten, den Fuss vom Gaspedal zu nehmen, im Gegenteil: In den letzten zwei Minuten vor Abpfiff erzielten Lukas Bürkli, Gjin Lasku, Asmir Muric und Severin Ochsenbein noch je ein Tor und machten so den Kantersieg perfekt. 

Das Schlussresultat von 36:22 unterstreicht, welch eine Machtdemonstration dieses Spiel war. Denn zum ersten Mal in dieser Saison haben die Meilemer konstant gespielt und eindrücklich gezeigt, zu was sie als Team wirklich fähig sind. 

Den neu erreichten Platz in der vorderen Hälfte der Tabelle gilt es nun zu verteidigen! Und die nächste Partie am 23. November verspricht, ein Knüller zu werden: Dann spielen die Seebuben um 17.45 Uhr im Frohberg gegen den Erzrivalen aus Stäfa. 

xeiro ag