Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Jetzt können die Bewohnerinnen und Bewohner einziehen

Am letzten Samstag öffnete das brandneue Weiherhaus auf der Platten nach fast drei Jahren Bauzeit seine Türen – unter neuem Namen und, wegen der Corona-Pandemie, vorerst nur für 300 angemeldete Neugierige. Die Bewohner ziehen ab dem 7. Juni ein.

  • Tag der offenen Türen auf der Platten: Für angemeldete Gruppen wurden Rundgänge durchgeführt. Fotos: MAZ

  • Der bewährte «Plattenbus» ist bereits mit dem neuen Logo beschriftet.

  • Auf jeder der drei Etagen gibt es einen eigenen kleine Speisesaal für die Bewohnerinnen und Bewohner.

  • Der Panoramablick auf Meilen, See und – je nach Wetter – auch auf die Berge aus einem der neuen Pflegezimmer.

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Ein grosses Eröffnungsfest für die gesamte Bevölkerung war nicht möglich, deshalb organisierten der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung Führungen durch das Gebäude in Gruppen von jeweils acht Personen. Wer sich angemeldet hatte, konnte nun also den Neubau Weiherhaus von innen kennenlernen und stiess auf dem Vorplatz bereits auf die erste Überraschung: Der Plattenbus hatte über Nacht ein neues Kleid verpasst bekommen. 

Die Meilemer gehen «in die Platten»

Statt des gewohnten Logos in Blau, Gelb und Grau und dem Namen «Alterszentrum Platten» auf der Front steht jetzt auf der Seite des Fahrzeugs schlicht «Plattenbus», und das neue, elegant-leichte Logo ist ganz in Rottönen gehalten. Weshalb man sich für die Namensänderung von «AZ Platten» zu «Platten Meilen» entschieden hat, erklärte Stiftungsrätin Ute Kessel Bernet bei der Führung gleich als erstes: «Die Meilemer gehen ‘in die Platten’, niemand sagt ‘ich gehe ins Alterszentrum’». Zustimmendes Nicken bei den Besuchern, der neue Name scheint anzukommen (mehr dazu unten). 

Der Rundgang begann im Foyer, wo das Grüppchen vom Duft nach Holz und Leim begrüsst wurde. Viele Schreinerarbeiten in hellem Eichenholz prägen das gesamte Haus. Über die geräumige Treppe mit Stufen aus grauem Granit oder mit den zwei Liften ging es dann zuerst in den obersten dritten Stock und in eines der wenigen Pflegezimmer ohne Seesicht mit Blick auf das 1996 erbaute nördlich gelegene «Berghaus», in dem sich neu die Demenzstation mit angeschlossenem gesichertem Demenzgarten befindet. 

Eichenholz, Linoleum und grossartige Aussicht

Alle Zimmer sind geprägt von viel Eichenholz, anthrazitfarbenem Linoleumboden und grossen Fensterfronten mit Balkon. Der Panorama-Ausblick ins Grüne, auf Meilen, in fast allen Fällen auch auf See und Berge: Er ist unverbaubar und sogar bei bedecktem Himmel beeindruckend. Alle 84 Zimmer sind Einzelzimmer. «Zieht dennoch ein Ehepaar ein, wird es in benachbarten Räumen einquartiert und kann auf Wunsch ein Zimmer als Schlafzimmer nutzen und eines als Wohnzimmer», erklärte Ute Kessel Bernet.

Fix zur Ausstattung gehören nur das Sitz- und Staumöbel unter dem Fenster, ein verstellbares Pflegebett sowie ein Nachttischchen, alles andere können die Bewohner nach ihrem Geschmack einrichten. Barrierefreiheit ist selbstverständlich, auch in den Badezimmern, die mit einer Dusche ausgestattet und sechs Quadratmeter gross sind. Im ganzen Haus finden sich ausserdem gemütliche Sitzmöglichkeiten und Nischen, dazu kommt pro Stockwerk je ein sonniger Aufenthaltsraum mit vorgelagerter Terrasse und Seesicht. Ebenfalls auf jeder Etage gibt es einen Esssaal für die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht im grossen Restaurant im Erdgeschoss essen möchten oder können.

Noch wenige Zimmer frei

Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Restaurant ein Bistro, der «Salon» (kann für private Anlässe wie Geburtstagsfeiern oder Hochzeitsfeste gemietet werden), ein unterteilbarer Saal für Anlässe wie Modeschauen oder Konzerte, ein Fitnessraum für Bewohner und Personal sowie ein grosszügiges Atelier für kreatives Arbeiten. Das Pflegepersonal darf sich auf moderne Stationszimmer und grosse Pausenräume mit Seeblick freuen.

Am Ende des Rundgangs gab es auf der Terrasse des zukünftigen Bistro Kaffee und Gipfeli für die morgendlichen Gäste beziehungsweise Wurst und Mineralwasser für die späteren Besucher – und ein Päckli Papiertaschentücher mit dem neuen Logo der «Platten Meilen», hoffentlich nur für Freudentränchen.

Übrigens, aktuell sind noch einige wenige Zimmer frei und für neue Bewohner bezugsbereit ab 1. Juli. Auch Kurzzeit-Aufenthalte sind möglich, zur Entlastung von Angehörigen oder zum «Schnuppern». Auskunft erteilt Angela Huber, Leiterin Pflege & Betreuung Telefon 044 924 14 80. 

www.plattenmeilen.ch

 

Die Punkte symbolisieren die Menschen auf der Platten

Am Samstag wurde der Öffentlichkeit auf der Platten nicht nur ein Neu- und Umbau präsentiert, sondern auch ein neues Logo und ein neuer Name: Sonne und Halbmond in einem blauen Gefäss wurden ersetzt durch ein leichteres, luftigeres Design (siehe Bildstrecke oben).

Niemand ausser der Geschäftsleitung, dem Stiftungsrat und einem kleinen Kreis Eingeweihter kannte das neue Logo vor dem Tag der offenen Tür. Buchstäblich über Nacht wurde das rund zehnjährige alte Design in Blau-Gelb-Schwarz ersetzt und die neue Website unter der Adresse www.plattenmeilen.ch aufgeschaltet. Das neue Logo besteht aus dem Namen «Platten Meilen», darüber steht in eleganter Schrift der Claim «Wohlfühlen im Alter». Die drei Zeilen werden von einem Kreis unterschiedlich grosser Punkte in abgestuften Rottönen umfasst, welche die unterschiedlichen Menschen auf der Platten symbolisieren – nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch die Mitarbeitenden. Auch als Lebenskreis könnte man die Punkte interpretieren.

«Bereits im letzten Sommer entstand der Plan, etwas Neues zu machen», sagt die Geschäftsleiterin des Alterszentrums, Serenella von Schulthess. Sie trat die Nachfolge von Direktorin Gisela Kessler-Berther Anfang November 2020 an, und schon bei der ersten Sitzung wurde das Projekt «Neuer Name, neues Logo, neue Website» konkretisiert. «Es war eine einmalige Chance im Zusammenhang mit dem Neubau und der neuen Leitung», so Serenella von Schulthess. Nun musste es schnell gehen. 

Für die Umsetzung arbeitete die Geschäftsleitung wie bereits beim alten Logo mit der Agentur «communicaziun.ch» aus Ilanz zusammen. Unter den vorliegenden Logo-Vorschlägen wählte die Geschäftsleitung aus und präsentierte ihre Empfehlung dem Stiftungsrat.

«Jedes zweite Haus für Senioren heisst inzwischen ‘Alterszentrum’», erklärt Serenella von Schulthess, «wir wollten uns abheben, auch empfinden wir das Wort ‘Alterszentrum’ oder gar die Abkürzung ‘AZP’ als wenig einladend. Das strahlt weder Wohlfühlen noch Zuhause-sein aus.» Man wollte stattdessen etwas Leichtes, Filigraneres, und die «Platten» ist in Meilen schon seit Jahren ein Begriff.

Dass das neue Logo in der Farbe Rot bis Altrosa und Rosa gehalten ist, der Lieblingsfarbe von Serenella von Schulthess, ist übrigens Zufall: «Wir gaben der Agentur die Farbpalette des Neubaus als Anhaltspunkt mit. Der Schriftzug ist nun anthrazitfarben, wie die Fassade, dazu kam logischerweise die weitere Fassadenfarbe Rot in Abstufungen.» Ebenfalls zur Diskussion stand Grün, schied aber am Ende aus.

Gerne zitiert die Geschäftsleiterin das Mail einer Mitarbeiterin, die das neue Logo am Samstag zum ersten Mal sah: «Die neue Farbe steht uns gut, sie vermittelt Wärme, Geborgenheit, Eleganz und Professionalität. Ich bin stolz, ein Teil von Meilens Platten zu sein.»

xeiro ag