Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

«Innovationsmeile» und BZO

Als einer der Antragssteller bezüglich der Zonenreduktion des Gewerbeareals der ehemaligen Schweizer AG möchte ich festhalten, dass es uns nicht um eine Verhinderung der «Innovationsmeile Obermeilen» ging.

Kernpunkt unseres Antrages war, dass die Sonderbauvorschriften für G5.0-Zonen eine zusätzliche Nutzung von 25% Wohnanteil bei ansonsten gleichbleibender Ausnutzung und ohne zusätzliche Anforderungen an Bau- und Nutzungsweise gewähren. Die Gemeinde hat dem Besitzer damit eine Aufwertung des Grundstückes von gut 30% geschenkt. Mit der Möglichkeit, wie aus der Werbebroschüre ersichtlich, zwei sich überlappende Vollblöcke zu bauen und einige teure Attikawohnungen mit Seesicht zu veräussern. Für dieses Geschenk hätte man als Gegenleistung gut auf eine G2.5- Zone reduzieren können, um auch hier die stets geforderte Durchbewegung zum See und eine adäquate Durchgrünung in einem sensiblen Mischgebiet zu sichern. 

In der neuen BZO wurde die Chance vertan, die Förderung von Gewerbe mit einer ortsbildnerisch verträglichen Ausnutzung zu vereinen. Meilen kann jetzt nur hoffen, dass der Gemeinderat dem Gestaltungsplan für die «Innovationsmeile» nur zustimmt, wenn sich in der Bauausschreibung eine qualitativ hohe Bauweise manifestiert. Mit genügend Begrünung und dem Augenmerk, die umliegenden Quartiere, die schützenswerten Kernzonen Dollikon mit dem Ländeli, der Hab, der Gärtnerei, dem Rebberg und dem Gebiet um den Hirschen nicht zu erschlagen.

 

xeiro ag