Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Im Herbst packen alle mit an

Der Verein für Familiengärten Meilen betreut und vermietet Gartenareale in Feldmeilen, Obermeilen und in den Chorherren. Zweimal jährlich gibt es Helfereinsätze.

  • Auch der Nachwuchs hilft bei den Arbeiten mit, und der Spass kommt bei der Arbeit nicht zu kurz. Fotos: MAZ

  • Trotz Regen waren die Helfer fleissig: Hecken und Sträucher müssen zurückgeschnitten werden.

  • Laub und Schnittabfälle werden mit dem Rechen zusammengenommen und für die Entsorgung bereitgestellt.

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Die Mieter der rund hundert Quadratmeter grossen Gartenparzellen treffen sich zweimal jährlich, um allgemeine Arbeiten zu erledigen. Am Samstag war es in Feldmeilen wieder einmal soweit – trotz Regen und grauem Himmel, denn der Garten hat auch bei schlechtem Wetter seinen Reiz.

Grundsätzlich sind die Mieter der Gartenparzellen für die Pflege und Instandhaltung ihres Gartens zuständig. Erlaubt ist alles, was den Nachbarn nicht stört und gesetzlich in Ordnung ist. Bei den gemeinschaftlichen Bereichen mit den Geräten und dem Cheminée liegt die Verantwortung aber bei allen Mietern, und hier müssen am Helfertag beispielsweise Sträucher und Hecken zurückgeschnitten werden. Das Herbstlaub muss weg, und es wird alles winterfest gemacht. 

Gemeinsames Mittagessen

Franz Germann, der Präsident des Vereins, erklärt: «Jede Gartenanlage hat einen Platzchef, der alles organisiert. Grundsätzlich erwarten wir von unseren Mietern, dass sie an mindestens einem der beiden Helfertage mithelfen.» Nach getaner Arbeit gibt es ein gemeinsames Mittagessen: Es bietet die Möglichkeit, auch Gärtner näher kennenzulernen, die man sonst selten persönlich trifft. «Jeder hat seinen eigenen Rhythmus und geht an anderen Tagen in den Garten. Ich finde die Helfertage immer spannend, weil ich so auch mit Gartenbegeisterten spreche, die ich sonst nie antreffen würde», sagt Vorstandsmitglied und Gartenbesitzerin Annette Würsch. Gerade an Regentagen ist der gemeinsame Zmittag auch eine schöne Belohnung.

 Es gibt Wartelisten

Zum Gartenbesitzer in den Arealen Obermeilen, Feldmeilen oder Chorherren wird man, indem man sich beim Verein meldet. Bevorzugt behandelt werden die Anwohner rund um das jeweilige Gartenareal, und Personen mit Wohnsitz in Meilen haben immer Priorität. Sind alle Gärten vermietet, kann man sich auf eine Warteliste setzen lassen. Oft wird innerhalb eines Jahres ein Platz auf einem der Areale frei. 

Sehr beliebt sind die Gärten im östlichen Teil der Chorherren mit momentan sechs Personen auf der Warteliste; in Feldmeilen gibt es zurzeit keine Warteliste. In Obermeilen ist ein Interessent auf der Liste. Wer beispielsweise in Obermeilen wohnt, kann auch in Feldmeilen eine Parzelle mieten, solange kein Feldner vor ihm auf der Warteliste steht.  

Familiengärten seit über 40 Jahren

Gegründet wurde der Verein für Familiengärten bereits 1975, und 1976 wurde das Areal in Feldmeilen östlich des Schulhauses eröffnet. Die Chorherren folgten zwei Jahre später,1982 kam Obermeilen dazu – das gemeindeeigene Grundstück in der Weid, wo allenfalls in den nächsten Jahren die Siedlung Burkwil entstehen wird. 

Der Vorstand des Vereins sucht ständig neue Flächen für Familiengärten und steht auch laufend in Kontakt mit der Gemeinde. «Gerade jetzt, wo die neue Bau- und Zonenordnung zum Thema wird, ist dieser Austausch enorm wichtig. Wir stellen sicher, dass wir bei der Planung nicht vergessen werden. Die Gespräche mit der Gemeinde sind gut und wir spüren die Bereitschaft, uns Areale zur Verfügung zu stellen», sagt Franz Germann. Der gute alte Schrebergarten ist als moderner Familiengarten also noch lange kein Auslaufmodell! 

Infos und Kontaktformular: 

www.familiengaerten-meilen.ch

xeiro ag