Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Hört auf zu jammern

Es gibt offensichtlich gewisse Einwohner unserer schönen Gemeinde, die sich über die monetäre Beitragsverpflichtung bei Benutzung eines öffentlich bewirtschafteten Parkraums erhaben fühlen. Wie kommt es einem Schwimmer im Zürichsee, einer Dame, die Brötchen beim Bäcker holt oder einem Herr, der sein Paket entgegennehmen will, überhaupt in den Sinn, die Parkplätze kostenfrei benutzen zu können, während alle anderen dafür bezahlen?

Speziell irritierend ist es, dass hier Aberglaube von sich gegeben wird. Es existieren keine zehn Minuten Kulanz oder Augenmass der Polizei. Die Regeln gelten für jedermann. In der Dorfstrasse herrscht leider zu den meisten Zeiten Chaos, und viele PKW-Besitzer fühlen sich von allen geltenden Regeln ausgenommen. Fakt ist: Mann/Frau parkiert, Mann/Frau zahlt. Egal, ab wie vielen Minuten. 

Und auch gelbe Felder sind nicht zur Abholung von Paketen gedacht (sonst würden ja alle dort parkieren wollen), sondern Linien und gelbe Felder mit gelbem diagonalen Kreuz heissen: Parkverbot! Hier darf man legal halten, also ein- und aussteigen lassen oder ein- und ausladen, solange man niemanden behindert. Aber: Parkieren ist tabu – also sicher nicht gratis den Wagen hinstellen, an der Post anstehen und Privatsachen erledigen, während alle anderen einen Parkplatz suchen und ordnungsgemäss bezahlen. 

Ich glaube für einen Grossteil der Meilemer zu sprechen, wenn ich sage: Hört mit dem Thema endlich auf, füttert die Parkuhren oder kommt bitte zu Fuss oder mit dem Velo. Wir haben im Dorf wichtigere Probleme, als über geltende Gesetze zu jammern, und auch die Polizei hätte sicher Wichtigeres zu tun, als erwachsene Bürger zu büssen, die sich ein paar Rappen sparen wollen. 

 

xeiro ag