Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Hinter dem Mond links

Am letzten Septemberwochenende machten sich zwei Dutzend Turnkameraden des Männerturnvereins Meilen mit Zug und Postauto auf den Weg ins Dorf «hinter dem Mond links» – die Meilemer Partnergemeinde St. Antönien.

  • Vorbereitungen zur Trottinett-Abfahrt nach St. Antönien. Foto: zvg

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Während der Reise via Landquart und Küblis lichtete sich der Frühnebel – ein strahlender Herbsttag zeigte sich. Gegen elf Uhr erreichten die Meilemer St. Antönien und deponierten das Gepäck im Hotel Rhätia. 

Während der grössere Teil der Männerturner den zweieinhalbstündigen Weg vom Dorf hinauf zum auf 1867 Meter über Meer gelegenen Partnunsee unter die Füsse nahm, wurden die weniger Wandertüchtigen in einem Kleinbus bis zum Bergrestaurant Partunstafel chauffiert.

Nach einem halbstündigen Fussmarsch erreichte diese Gruppe den Bergsee und erfüllte ihren Auftrag, nämlich den Grill kräftig einzuheizen. Während das Grillgut auf dem Feuer brutzelte, vor allem reich verzierte Würste, gab es einen Aperitif und ein prächtiges Panorama mit der imposanten Bergwelt zwischen Schijenflue und Sulzfluh. Vom Dessertkuchen naschten auch vier kleine Meitli, die mit ihrer Nonna denselben Grillplatz nutzten – geteilte Freude ist doppelte Freude!

Turner auf dem Trotti

Anschliessend wanderten alle zurück nach Partnunstaffel, wo der ehemalige Gemeindepräsident von St. Antönien, Ernst Flütsch, in seinem gemütlichen Berghaus Sulzfluh Interessantes vom Tourismus «hinter dem Mond links» erzählte. Nach dieser Rast hiess es Trottinett und Helm fassen. Nach mahnenden Worten des Turner-Präsidenten betreffend Überholmanöver, flitzten die Männer auf zwei Rädern hinunter nach St. Antönien.

Das schöne Nachtessen gab es im Hotel Rhätia. Anschliesslich verschob man sich ins Hotel Madrisajoch zum gemütlichen Beisammensein. Zur guten Stimmung trug auch Pia aus dem Züri-Oberland mit ihrem Schwyzerörgeli bei – weil im Sääli hinten nicht viel los war, schaute sie, wo denn der heitere Lärm herkam.

Ein«Gebirgs-Schlachtschiff» unter den Schweizer Alpen

Am Sonntag waren die meisten schon um acht Uhr beim Frühstück mit tollen Bergkäsen und einer Riesenschüssel Müesli. Während dem Zmorge gab es auch Gratulationen: Turnkamerad Ruedi wurde 65 und im Kreis der Privatiers willkommen geheissen…

Nun hiess es Abschied nehmen, die Turner fuhren nach Bad Ragaz, wo sie ein Extra-Postauto abholte und nach St. Margrethenberg im Taminatal hinauf brachte. Dort, im Restaurant Carmens Älpli, stärkten sie sich bei einem abwechslungsreichen Buffet, u.a. mit Hirschpfeffer, für die anschliessende Besichtigung der weitverzweigten Festungsanlage Furggels. 

Führer Peter wusste viel Spannendes zu berichten. Furggels ist eine der grössten Festungen der Schweiz, geplant nach dem 1. Weltkrieg, erbaut von 1939 bis 1945 für eine Besetzung mit 530 Soldaten und Offizieren. Die mächtigen Kanonen machten auch den «Ehemaligen» gewaltig Eindruck – zum Glück fand der Ernstfall nie statt.

Alles Schöne hat ein Ende

Weil alles Schöne ein Ende hat, bestiegen die Männer erneut das Extra-Postauto nach Bad Ragaz, und im Zug nach Zürich teilten sie den reservierten Wagen mit «etwas» jüngeren Turnerinnen und Turnern aus dem Schaffhausischen und erinnerten sich an zwei herrliche Herbsttage in den Bergen.

xeiro ag