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Grillieren: Gefährliche Männersache

Jedes Jahr geschehen in der Schweiz rund 400 Unfälle beim Grillieren zu Hause und 500 Unfälle beim Feuern auswärts. Drei Viertel der Verunfallten sind Männer. Verbrennungen, Insekten- und Zeckenstiche sowie oberflächliche Wunden sind die häufigsten Verletzungsarten.

Offensichtlich reizt das Feuermachen den männlichen Teil unserer Gesellschaft stärker. Lediglich 24 Prozent der 900 Verunfallten beim Grillieren sind Frauen. Weiter zeigt die Statistik: Es sind vor allem jüngere Männer, die sich beim Umgang mit Feuer im Freien verletzen. Die über 40-Jährigen verletzen sich hingegen eher beim Grillieren zu Hause. 

Bei den Verletzungsarten stehen statistisch die Verbrennungen an erster Stelle. Ungefähr 60 Prozent machen die Verbrennungen beim Grillieren zuhause aus. Dabei sind die Hände am meisten betroffen, danach folgen Verbrennungen am Kopf, an den Armen und Beinen.

Die unsachgemässe Handhabung eines Grills stellt ein besonders hohes Verletzungsrisiko dar. Um Verletzungen zu verhindern, positioniert man den Grill am besten auf einem stabilen, feuerfesten Untergrund. Der Grill muss mindestens einen Meter Abstand von brennbaren Materialien haben (z.B. Gartenmöbel, Kissen, Plastikteller, Balkongeländer etc.) Der Grillplatz sollte sich im Freien oder auf dem Balkon befinden. Ein Grill sollte an einer windgeschützten Stelle platziert werden, damit der Rauch gefahrlos abziehen kann. Niemals sollte man in wenig belüfteten oder gar geschlossenen Räumen grillieren! Kinder und Tiere in Grillnähe müssen stets beaufsichtigt werden. 

Beim Einsatz eines Gasgrills besteht die grösste Verletzungsgefahr durch Gasaustritt beim Flaschenwechsel und durch defekte oder falsche Schläuche, die nicht an Schweizer Gasflaschen passen.

Beim Kohlegrill steht die unsachgemässe Verwendung von flüssigen Anzündhilfen im Vordergrund. Am besten werden Anzündwürfel eingesetzt. Wer grilliert, ist für die Sicherheit aller Anwesenden verantwortlich und bleibt beim Grill bzw. übergibt die «Grillwache» an einen anderen Erwachsenen. 

Beim Feuern auswärts verbrennen sich die Verunfallten ungefähr gleich viel, wie sie unverhofft durch Zecken oder Insekten gestochen werden oder sich anderweitig oberflächlich verletzen. Es lohnt sich deshalb, möglichst körperbedeckende Kleidung und geschlossenes Schuhwerk zu tragen.

Am Schluss muss die Feuerquelle sorgfältig gelöscht oder ausgemacht werden. Bei einem Gasgrill gilt es zu überprüfen, ob die Gaszufuhr komplett zugedreht ist, und beim Feuern im Freien, ob die glühende Kohle respektive das verbrannte Holz bis auf das letzte Stück erkaltet ist. 

Die Gasflasche beim Gasgrill sollte zudem immer aufrecht und draussen gelagert werden. Gasflaschen niemals in unbelüfteten Räumen oder im Keller aufbewahren, damit unbemerkt austretendes Gas sich nicht ansammeln und gegebenenfalls entzünden kann.

xeiro ag