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Fast historische Erfolge

An den U18-/U16-Schweizer Meisterschaften der Leichtathleten in Lausanne präsentierten sich die LC-Meilen-Vertreter nach langem wieder als Medaillen-Gewinner. Verantwortlich dafür: Tobias Kneller und Céline Weber.

  • Céline Weber wurde im Hochsprung Dritte trotz Rückenproblemen.

  • Vielseitiger Athlet: Tobias Kneller holte Bronze im Dreisprung. Fotos: zvg

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Es muss in der Klubgeschichte des LC Meilen intensiv gesucht werden, um in der Nachwuchs-Bahnleichtathletik auf Medaillengewinnerinnen und -gewinner zu stossen: 1981 holte Anne Beer über 3000 m den zweiten Platz, 1997 Cristina Torresani über 1500 m. Und nun gab es gleich zwei Medaillengewinner innert weniger als einer Stunde zu feiern. In Lausanne, im schmucken Stade de Vidy in nächster Nähe zum Genfersee, holten Tobias Kneller im Dreisprung sowie Céline Weber im Hochsprung je die bronzene Auszeichnung.

Vom Triatholn zur Leichtathletik 

Es waren starke Leistungen, welche die jüngsten Anstrengungen im LC Meilen illustrieren. Kneller, 17, stiess erst 2019 vom Triathlon zur Leichtathletik – vorerst sporadisch, mittlerweile konzentriert. Als vielseitiger Athlet wusste er sich zu etablieren. Bei seinen ersten Schweizermeisterschaften glückte ihm im Dreisprung das Parforce-Ergebnis. Es war ein Krimi. Nachdem er im ersten Versuch auf 12,22 m sprang und sich an dritter Position feststetzte, kam ihm ein Widersacher immer näher. Im vierten Durchgang übertraf er ihn mit 12,29 m. Doch Kneller bewies nicht nur sportliches Talent, sondern auch mentales. Im sechsten Durchgang steigerte er sich auf 12,34 m. Die Medaille war im Trockenen. Und wenig fehlte, und er hätte nachgedoppelt. Über 400 m  lief er mit neuer persönlicher Bestzeit von 52,74 Sekunden auf Platz 4.

Weber überwand Rückenprobleme

Für den zweiten LCM-Erfolg zeichnete Céline Weber verantwortlich. Die 15-Jährige belegte im Hochsprung – im Gegensatz zu Kneller konzentriert sie sich auf diese Disziplin – mit 1,63 m ebenfalls Position 3. Für die grossgewachsene Athletin ein Erfolg, plagten und hinderten sie doch zuletzt Rückenschmerzen. Wie Kneller besucht sie das Gymnasium in Uetikon. Im Gegensatz zu ihm wird sie bereits regional gefördert – mit einem wöchentlichen Training bei Hochsprung-Trainer Ruedi Nyffenegger.

Über 3000 m bei den U18 belegten Theo Mächler (9:26,95/pB) und Morris Deiss (9:43,85) die Ränge 9 und 13. Tim Federspiel platzierte sich im Hochsprung (1,75 m) auf Platz 8 und im Weitsprung (5,97 m) auf Platz 9 bei den U18.

xeiro ag