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Es braucht die Doppelspur bis Meilen

Das Feldner Wendegleis ist zum öffentlichen Ärgernis geworden. Dies ist auf den viel zu späten und budgettechnisch etappierten Bahnausbau am rechten Ufer zurückzuführen. Anstelle der «Krücke» Wendegleis hätte direkt die überfällige Doppelspur Herrliberg Feldmeilen – Meilen gebaut werden sollen, als die Hoheit darüber noch primär beim Kanton lag.

Allein für die sieben Züge der S20 pro Werktag ist das Wendegleis für 35 Millionen Franken höchst unwirtschaftlich. Werden die Kompositionen der S16 jedesmal weggestellt, ist der Bahnhof generell frei für Kreuzungen im Verspätungsfall. Damit wird als Zusatznutzen die Fahrplanstabilität erhöht, was allerdings von den SBB im Vorfeld des Baus nicht erwähnt wurde. Der Nachteil ist, dass die Züge am Ausgangspunkt der S16 nicht mehr als «Wartesaal» zur Verfügung stehen und nach der Pause im Wendegleis oft zu spät auftauchen, was wiederum zu Verspätungen führt. Ob die Gleisgeometrie die engen, Lärm verursachenden Radien bei der Einfahrt ins Wendegleis verlangt hat, ist offen.

Der Gemeinderat sollte nicht nur das Resultat einer wenig aussichtsreichen privaten Einsprache beim BAV abwarten, sondern mit Nachdruck bei den SBB und beim ZVV vorstellig werden. Zum einen muss verlangt werden, dass das Wendegleis nur im effektiven Bedarfsfall benützt wird und massvolle (nicht hässliche) Lärmschutzmassnahmen geprüft werden. Zum anderen muss die Doppelspur auf schnellstem Wege projektiert und gebaut werden, so dass ein besserer Fahrplan mit der Verknüpfung aller Linien in Meilen und der Viertelstundentakt ab Meilen realisiert werden können.

 

xeiro ag