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Entgegnung des Gemeinderats zum Abschied der RPK

Der Gemeinderat nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die Rechnungsprüfungskommission (RPK) in ihrem Abschied zur Urnenabstimmung vom 21. Mai 2017 für eine neue Einstellhalle für die Rettungsorganisationen die Notwendigkeit einer Zentralisierung der Fahrzeuge von Feuerwehr und Zivilschutz bestätigt und den vom Gemeinderat vorgeschlagenen Standort an der Bruechstrasse ausdrücklich begrüsst.

Der Gemeinderat bedauert jedoch, dass die RPK das konkrete Projekt ablehnt, vorwiegend mit der Begründung, dass das Investitionsvolumen gesenkt werden solle.

Das ausgearbeitete Projekt ist aus Sicht des Gemeinderats ein wichtiger Beitrag, damit die Rettungsorganisationen ihren aktuellen und zukünftigen Auftrag zum Wohle und zur Sicherheit aller Meilemerinnen und Meilemer weiterhin erfüllen können. Seit 1990, als das bestehende Feuerwehrgebäude errichtet wurde, ist die Bevölkerungszahl von Meilen um knapp einen Drittel gestiegen – eine Erweiterung der Platzverhältnisse ist deshalb unvermeidlich. Bei der Ausarbeitung des Kreditantrages wurde Wert darauf gelegt, dass mit einem verhältnismässigen Mitteleinsatz sowohl die infrastrukturellen Bedürfnisse wie auch die betrieblichen Abläufe optimal gelöst werden können. 

Das von der Gemeindeversammlung für diesen Zweck umgezonte zentral gelegene Grundstück in unmittelbarer Nähe des bestehenden Stützpunkt-Feuerwehrgebäudes soll sinnvollerweise voll ausgenutzt werden, wie dies auch jede private Bauherrschaft planen würde. Mit dem Lager im Untergeschoss, der Einstellhalle im Erdgeschoss und den beiden darauf aufgestockten, sich selbst finanzierenden Wohnungen ist diese Vorgabe erfüllt. 

Der von der RPK an ihrer Sitzung entworfene Vorschlag, auf eine Unterkellerung zu verzichten und die Garage für die Anhänger sowie die Lager anstatt der Wohnungen im Obergeschoss vorzusehen, senkt zwar die Investition für die Lagerräume und Einstellhalle um knapp 10%, hat jedoch gleichzeitig angesichts der Topografie des Grundstücks eine Reduktion der Nutzflächen um 40% zur Folge, da über dem Terrain gebaut die Grenzabstände und Baulinien eingehalten werden müssen. Aufgrund von fehlenden Manövrierflächen in den Obergeschossen wäre die Bewirtschaftung der stark verkleinerten Lagerflächen nur noch sehr eingeschränkt möglich. Weiter würde damit auch eine spätere Erweiterung mit Dienstwohnungen oder anderen Räumlichkeiten für eine öffentliche Nutzung verunmöglicht, da das baurechtlich mögliche Volumen bereits voll ausgenutzt wäre.

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit dem vorliegenden Kreditantrag für die Einstellhalle den ausgewiesenen Bedarf der Rettungsorganisationen und mit zwei Wohnungen für mittelständische Verhältnisse gleichzeitig ein in Meilen akutes Bedürfnis abzudecken. Er erachtet es als seinen Auftrag, gemeindeeigene, insbesondere zentral gelegene Grundstücke optimiert zu nutzen. 

Der Gemeinderat ist überzeugt, mit dem vorliegenden Projekt eine notwendige und eine auch mit Blick auf die Finanzplanung ausgewogene Vorlage zu präsentieren.

xeiro ag