Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Eine bunte Biodiversität entsteht

Am Freitag letzter Woche traf sich bei herrlichem Herbstwetter eine Schar von Blumenfreunden zur «Gartenstunde» des Verkehrsvereins Meilen.

  • Der malerische Teich auf der Südseite. Fotos: Toni Fluder

  • Im Demenzgarten: Hohe Banklehnen verhindern ein Darübersteigen.

  • Es wurden viele einheimische Büsche und Bäume gepflanzt.

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Gastgeberin war diesmal die Platten Meilen, vertreten durch Marianne Meier, Leiterin der Abteilung Hauswirtschaft. Gemeinsam mit Gartenfachmann Boris Bossmann von der Ammann Gartenbau AG führte die Besucherinnen und Besucher durch die neue Gartenanlage. Wegen der Corona-Pandemie ist diese gegenwärtig nur über den Haupteingang erreichbar.

Einheimische Früchte und Beeren im Garten

Der speziell eingezäunte Aussenbereich der Demenzabteilung stellt sich einzigartig dar. Hier wird besonderen Wert darauf gelegt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner möglichst viel Bekanntes aus ihrem früheren Leben wiedererkennen können. So finden sich hier zahlreiche einheimische Obstbäume und Beerenstauden, und im Zentrum steht sogar ein Kaninchenstall. Die umzäunte Anlage wirkt dank viel Diversität auf kleinem Raum nicht einengend. Auch wird hier darauf geachtet, dass verschiedenartige Bodenbeläge betreten werden können. Hohe Banklehnen verhindern ein Darübersteigen. In diesem Bereich gibt es keinerlei giftigen Pflanzen, die versehentlich gegessen werden könnten. 

Auf der Nordseite des Neubaus wurden wild anmutende, einheimische Büsche und Bäume gepflanzt. Einen besonderen Blickfang bildet ein riesiger Wurzelstock, bei dem gerätselt wurde, ob er schon vor dem Umbau da war.

Bewusst keine Bäume im Süden

Die Südseite des Weiherhauses sollte ursprünglich ebenfalls mit zahlreichen schattenspendenden und pflegeleichten Bäumen bepflanzt werden. Schnell merkte man aber, dass diese sich auf den Plänen zwar gut zeichnen lassen, aber in Wirklichkeit in ein paar Jahren den Blick auf das einmalige See- und Bergpanorama massiv beeinträchtigen würden. Die Bäume des benachbarten Dorfbachtobels lassen es zu, dass stattdessen mit dem Fokus auf die prachtvolle Sicht hier alles frei bleibt. Eine pflegeleichte Magerwiese soll dafür sorgen, dass hier eine Insel von bunter Biodiversität an Pflanzen und Insekten entsteht. Boris Bossmann erklärte, dass es normalerweise drei bis vier Jahre braucht, bis eine Magerwiese herangewachsen ist. Momentan sei der Humus noch zu gut, weshalb die Besucher vor allem diverse Kleearten vorfanden. 

Ansitzstangen und Nistplätze

Um auch Greifvögel wie Turmfalken oder Mäusebussards anzulocken, befindet sich auf dem Areal eine markante Ansitzstange. An verschiedenen Stellen wurden zudem Nistplätze für die beliebten Mauersegler angebracht. Das soll die Bewohner erfreuen. 

Die lehrreiche Stunde endete vor dem malerischen Teich mit einem edlen, von der Platten offerierten Apéro, wo wie üblich noch viel diskutiert und gefragt wurde.

xeiro ag