Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Ein Zeichen der Verbundenheit

Ganz Corona-sicher wurde letzte Woche eine 3.50 Meter hohe Skulptur draussen im Garten der Platten eingeweiht. Das farbige Kunstwerk soll schlicht und einfach Freude bereiten. Geladene Gäste trafen sich zu einer kleinen Outdoor-Feier.

  • Gemeindepräsident Christoph Hiller, Künstlerin Claire Ochsner, Platten-Geschäftsführerin Serenella von Schulthess und Stiftungsratspräsident Heinz Pfenninger (v.l.) gruppieren sich um «Rund und Kugelrund». Fotos: MAZ

  • Claire Ochsner erläutert ihr Werk.

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Die Künstlerin Claire Ochsner, die das Werk geschaffen hat, ist bekannt für ihre positiven, Energie versprühenden Werke in leuchtenden Farben, wobei royales Blau ihre Lieblingsfarbe ist und auch beim Meilemer Werk vorherrscht. «Rund und Kugelrund» ist blau, rot, orange, gelb und etwas grün und wurde aus Metall und Polyester wetterfest hergestellt. Das Windspiel mit drei Bewegungen – Claire Ochsner verfügt über ein abgeschlossenes Mathematikstudium, kennt sich also mit Berechnungen aus – fügt sich harmonisch in den Garten des Alterszentrums. Ausgewählt wurde es von Geschäftsführerin Serenella von Schulthess: «Das Farbenspiel bringt die Skulptur zu jeder Jahreszeit zum Leuchten», findet sie. 

Wertschätzung und Festfreude

Bezahlt wurde das Kunstwerk von der Gemeinde Meilen. «Der Gemeinderat will mit diesem Geschenk an die Stiftung ein Zeichen setzen für die Verbundenheit der Bevölkerung mit der Platten und für die Identifikation mit unserer Institution für ein umsorgtes Leben im Alter», sagte Gemeindepräsident Christoph Hiller. Entsprechend der Bedeutung des Anlasses war fast der ganze Gemeinderat anwesend. Nachdem der grosse Neubau, das «Weiherhaus», im Sommer wegen der Pandemie ohne grosse Feierlichkeiten bezogen werden musste, war diese Einweihung eine willkommene Gelegenheit, wieder einmal aus einem festlichen Anlass zusammenzukommen. 

Auch Stiftungsratspräsident Heinz Pfenninger äusserte sich lobend über die Wirkung der Skulptur, die auch als Verbindung zwischen Altem (Berghaus) und Neuem (Weiherhaus) fungiert. Und er freute sich über die Wertschätzung, welche der Gemeinderat und die ganze Gemeinde gegenüber der Platten damit ausdrückt.

Windspiel zur Beobachtung

Wann Garten und Restaurant wieder für eine breite Öffentlichkeit zugänglich sind, steht allerdings noch in den Sternen. Besuche durch externe Personen auf der Platten sind möglich, jedoch nur mit einem gültigen Zertifikat. Beim nächsten Besuch bei der Mutter oder dem Vater, der Tante oder dem Götti könnte man also «Rund und Kugelrund» einen Besuch abstatten und beobachten, wie der Wind mit der Skulptur spielt.

 

Lebensfrohe Kunst

Claire Ochsner ist in Küsnacht aufgewachsen und lebt heute in Frenkendorf, Baselland. Sie arbeitet dort mitten in ihrem öffentlich zugänglichen Skulpturengarten, in dem über 100 grosse und kleine Plastiken, Fantasiewesen und Windräder zu besichtigen sind. In zwei Ateliers der Künstlerin können die Besucher die Entstehung der Werke mitverfolgen. Ihre lebensfrohe Kunst ist in der ganzen Schweiz ausgestellt, und auch im Ausland ist Claire Ochsner mit Werken vertreten, unter anderem in Indien, Kanada und China.

xeiro ag