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Ein Wanderer-Verbot wäre logischer

Ich kann den Leserbrief von Joseph Auchter im Meilener Anzeiger von letzter Woche betreffend Mountainbiker im Meilemer Tobel so nicht stehen lassen. Er ist doch sehr einseitig.

Gegenseitiger Respekt ist wichtig. Immer und überall. Da macht das Tobel keine Ausnahme. Was jedoch auffällt, ist, dass dieser Respekt immer nur von anderen eingefordert wird. Als Velofahrerer und Wanderer kenne ich beide Perspektiven. 

Mich wurmen Mountainbiker in ihrer Profiausrüstung ebenfalls, die nicht in der Lage sind – oder sein wollen – ihr Tempo richtig einzuschätzen. Aber genauso Wandergruppen (oder vereinzelt auch Wanderpärchen), die nur in ihr Gespräch vertieft sind und auf die Umwelt keine Rücksicht nehmen. 

Wenn eine Gruppe sich um die aktuellen Massnahmen foutiert, dann sind es ganz sicher nicht die Velofahrer, sondern die Wanderer, die die Abstände ignorieren – oder eben bei Gegenverkehr einander passieren müssen.

Damit wäre ein Verbot für Wanderer auf dem Weg im Tobel logischer als eines für Velofahrer, die – im Gegensatz zu der Behauptung von Herrn Auchter – eben nicht über «grosszügige Alternativen» im Pfannenstiel-Gebiet verfügen.

Im Gegenteil, für Mountainbiker ist das Angebot an «Trails» mehr als nur dürftig. Ganz im Gegensatz zum breiten Netz an Wanderwegen vom Zürichsee hoch ins Pfannenstiel-Gebiet.

 

xeiro ag