Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Ein herrschaftliches ehemaliges Weinbauernhaus

Es war jeweils ein Ermessensentscheid, als die entsprechende Arbeitsgruppe für das spätere Buch «Meilen entdecken» die für ein Porträt geeigneten Gebäude aussuchte – man hätte auch ein paar weniger oder mehr wählen können.

  • Das Haus an der Seidengasse 54 ist mehr als 200 Jahre alt. Foto: pkm

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Im «Meilener Anzeiger» erscheinen nun in loser Serie die Porträts von einigen wenigen zusätzlichen Gebäuden, die es aus unterschiedlichen Gründen zusätzlich verdienen, vorgestellt zu werden. Das heutige wurde bei der einstigen Zusammenstellung vielleicht schlicht deswegen vergessen, weil es an einem privaten Seitensträsschen liegt… 

Das Layout hier ist so gewählt, dass man, wenn man will, Bild und Text – sei es aus der Druckausgabe oder aus dem Internet – ausschneiden und ins Buch «Meilen entdecken» legen kann. Dieses ist im Gemeindehaus bei den Präsidialen Diensten weiterhin gratis erhältlich.

«Wiesenthal»

Herrschaftlich-repräsentatives ehemaliges Weinbauernhaus im «Oberdorf» Obermeilens, dreigeschossig, unter Satteldach mit Quergiebel unter Mansarddach, ursprünglich Teil eines ganzen Gebäudekomplexes mit Scheunen und Trotte. Errichtet Ende 18. Jh. von Jacob Knupp, heutige Gestalt wohl seit 1828. Westlich davon seit 1881 ursprüngliches Kellereigebäude und Waschhaus, heute Wohnhaus. 

Hauptgebäude ab 1871 im Besitz der Familie Gubelmann; prominentester Vertreter Weinbauer und -händler Major Emil Gubelmann (1879–1950), Gemeindepräsident 1925–1931, Mitgründer, Verwaltungsratspräsident und Betriebsleiter der Fähre Horgen–Meilen. 

Im ersten Stock des «Wiesenthals» war 1942–1976 die Kaffee-Import-Firma Boscovits & Co. installiert. Geschäftsführer war Kurt Schönenberger; das Haus ist seither im Eigentum seiner Nachkommen. 

Seidengasse 54 (56)/ Wiesenthalstrasse

xeiro ag