Amtliches, obligatorisches Publikationsorgan der Gemeinde Meilen

Egoismus und Polemik

Es ist unglaublich, mit welch fadenscheinigen Argumenten, welcher Polemik, ja sogar mit Inseraten das Projekt der Stiftung Burkwil in Obermeilen bekämpft wird. Es sind doch nur der reine Egoismus und eine Heuchelei sondergleichen, die diese Leute gegen dieses soziale Projekt ankämpfen lassen. So werden die Argumente vorgeschoben, die nächste Generation soll darüber entscheiden, eine Wiese soll Wiese bleiben usw.

Als diese Personen aber ihre Häuser, ihre Wohnungen bauten, dachten sie nicht eine Sekunde an die nächste Generation, sondern nur an ihren eigenen Vorteil, hier bauen zu können. Sie wollen offensichtlich keine Kinder in ihrer Nähe, sie wollen vor allem keine Nachbarn, die auf günstige Mieten angewiesen sind, sondern sie wollen unter sich bleiben. Junge Meilemer und Meilemerinnen, Durchschnittsverdiener und ältere Mitmenschen können sich Mieten zwischen 3000 und 5000 Franken aber schlicht nicht leisten, doch sie gehören genauso in unser Dorf wie alle Einfamilienhaus- und Eigentumswohnungsbesitzer. Und wenn mit dem Leerwohnungsbestand in Meilen argumentiert wird, so stehen diese Wohnungen deshalb leer, weil sie für 80 Prozent unserer Bevölkerung nicht bezahlbar sind. 

Grün soll und muss das bleiben, was in der Landwirtschaftszone eingeteilt ist, aber was in der Bauzone liegt, soll überbaut werden dürfen. Auch die Gemeinde profitiert davon, indem sie einen Baurechtszins auf viele Jahre hinaus bekommt. Aber auch dagegen wehren sich nun genau dieselben Leute, die auch gegen jede Steuerfusserhöhung in unserer Gemeinde sind. 

Will unser schönes Dorf lebendig bleiben, dann müssen auch Normalsterbliche, Junge und Alte das Recht auf bezahlbare Wohnungen bei uns haben. Hoffentlich finden die Gegner von Burkwil an der Gemeindeversammlung keine Mehrheit.

 

xeiro ag